Hi, Metal Gitarristinnen und Gitarristen!
Ich freue mich sehr, euch hier in der Metal Factory neu regelmässig unter die Arme oder in die Saiten greifen zu dürfen :-)
Die meisten meiner Schüler, die ich in den letzten Jahren unterrichtet habe oder immer noch unterrichte, sind spielfreudige Rock & Metal Gitarristen. Und zwar vom blutigen Anfänger, der seine Lieblings-Hardrock Riffs lernen will, bis zu virtuosen Shreddern, die an ihrer Technik "schleifen" wollen oder ein ganz spezifisches Problem lösen müssen. Ich selber spiele nebst Metal zwar auch noch anderes, aber mein Herzblut liegt eindeutig in der metallischen Gegend \m/.
Unten findest Du ca. monatlich einen Artikel zum Thema Metal Gitarre lernen und verbessern sowie einen Link auf die meine Guitar Tipps. Fragen? Ein Mail an dan@dankeller.ch
genügt!
Rock on!

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Du steckst fest und suchst neue Inspiration für dein Gitarrenspiel? |
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Jeder kommt immer wieder mal an einen Punkt, wo er das Gefühl hat, das da "mehr möglich wäre..." Es geht irgendwie einfach nicht weiter, und Du suchst dann einen Weg, wie Du mehr aus Deinen Gitarrenspiel machen könntest.
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Du spielst bereits länger und benötigst eine Lösung für ein spezifisches Problem? |
Interessiert Dich ein besonderes Thema? Hast Du
eine Frage zum Thema "Metal Gitarre" oder ein
spezifisches Problem? Oder möchtest Du, dass ich
zu einem bestimmten Thema etwas schreibe?
Dann schreib mir einfach ein Mail an dan@dankeller.ch,
und ich werde Deine Frage in einem meiner
nächsten Artikel oder in meinen Guitar Tipps
besprechen.
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(04.04.2012)
„Sehr
schnell und präzis spielen (Shredding)
lernen kann jeder - auch Du!
Vorausgesetzt, Du kennst die
wesentlichen Einflussfaktoren (siehe
unten) und kannst Dich beim Spielen gut
beobachten und analysieren, kennst
Übungstechniken und kannst bei Problemen
selber Lösungswege finden, arbeitest
konsequent an den Schwachstellen Deiner
Spieltechnik...“
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Jeder
Gitarrist hat den Wunsch, schneller spielen zu
können, das wird wohl keiner bestreiten. Als ich
mich vor Jahren entschieden hatte, meine
damaligen Geschwindigkeitsbarrieren beim Picking
zu überwinden, habe ich mich das erste Mal mit
dem Thema „Shredding“ (schnell und sauber
picken) auseinandergesetzt. Mir war vorher nicht
bewusst,
an welchen
Themen ich arbeiten und welche Fähigkeiten ich
verbessern musste, um beim
Shredding grosse Fortschritte zu machen. Diese
Punkte (ich nenne sie hier
„meine 7
Geheimnisse“ :-) möchte ich Dir nun vorstellen.
Damit Du entweder selbständig daran
arbeiten kannst, falls Du keinen Lehrer hast
(eine exakte Anleitung ist jedoch wichtig, siehe
auch
Häufige Fehler, die Gitarristen ohne Unterricht
machen), oder damit Du
einen Eindruck davon bekommst, an welchen Themen
meine Schüler im Rahmen meines
Gitarrenunterrichts arbeiten.
Here we
go:
I.
Kann ich meine Finger unabhängig voneinander
bewegen?
Das war
eine ganz entscheidende Erkenntnis für mich:
Wenn ich meine Finger nicht einzeln,
kontrolliert und weitgehend unabhängig
voneinander bewegen kann, dann ist auch sehr
schnelles und sauberes Spielen nur schwer
möglich. An dieser Fähigkeit (Unabhängigkeit der
Finger) habe ich sehr intensiv gearbeitet. Dazu
habe ich u.a. die
Touchscreen Übung
entwickelt, die Du auf meiner Website findest.
II.
Wie halte ich das Plektrum?
Ich
halte das Plektrum zwischen Daumen und
Zeigefinger. Und zwar so, dass das Plektrum in
einem ca. 90° Winkel zum Daumen steht (ganz
leicht nach links gedreht) und der Zeigefinger
fast ganz eingezogen ist. Daumen und Zeigefinger
bilden einen „Schlitz“ (kein Oval) und die
Plektrumspitze ist nur kurz.
III.
Wo liegt mein Handballen während den Spielen?
Mein
Handballen liegt immer auf der Bridge oder
schwebt nahe darüber. Während des Saitenwechsels
(aus dem Arm!) führt der Arm die Hand von Saite
zu Saite. Dadurch bewegt sich der Handballen auf
der Bridge wie auf einer Schiene nach unten und
oben. Die Haltung der Hand bleibt dabei fast
unverändert.
IV.
Welche Bewegung macht mein Plektrum?
Mein
Plektrum soll einerseits keine unnötig
Bewegungen machen, also möglichst kleine
Bewegungen machen. Andererseits muss meine
Picking Hand genügend Schwung haben, um
dynamisch und mit einer attackierenden Bewegung
picken zu können. Hier ist es wichtig, dass ich
in jeder Spielsituation das richtige Mass
(locker/attackierend) finde, damit ich schnell,
sauber und intensiv (mit Power) picken kann.
V.
Sind die Finger der linken Hand locker?
Die Finger meiner linken Hand
sind so locker wie möglich. Auch dabei hilft mir
hier die
Touchscreen Übung.
Nur wenn die Finger locker sind, kann ich sie
schnell bewegen, d.h. eine Saite schnell genug
drücken, und den Finger schnell genug wieder
entspannen (nicht unbedingt den Finger ganz
anheben!).
VI. Sind meine Ohren genug
schnell?
Oder anders gefragt: Kann ich die
Rhythmik der Noten mitsprechen? Damit ich
nämlich schnelle Licks und Läufe rhythmisch
präzis picken kann, muss ich in der Lage sein,
den ganzen Lauf, oder das Lick, Riff...
rhythmisch korrekt im richtigen Tempo mit
einfachen Silben mitzusprechen. Oft ist gerade
das der Grund, warum ein Gitarrist nicht über
eine „Geschwindigkeitsgrenze“ hinauskommt
(mangelndes Gehörtraining)!
VII. Weiss ich, wann ich
welche Übungstechnik anwenden soll?
Es gibt zahlreiche effiziente
Übungstechniken, die ich - je nach Situation -
beim Üben anwende, um in möglichst kurzer Zeit
eine möglichst grosse Verbesserung zu erreichen.
Übrigens: Ich verwende heute eine
Kombination aus Alternate Picking und
Economy Picking.
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(10.03.2012)
Fundamentale Übungsmethode mit dem
Metronom
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„Methoden zum Trainieren
von Technikübungen gibt es viele. Wenn Du einige
dieser Übungsmethoden kennst, dann bist Du im
Vorteil. Aber natürlich nur dann, wenn Du diese
Methoden auch anwendest. Ich zeige Dir hier eine
fundamentale Übungsmethode mit dem Metronom.“
Oftmals üben
Gitarristen (nicht nur Anfänger!) ihre
Technikübungen, Licks, Akkordwechsel, Riffs,
Soloparts... zig-Mal auf einem bereits zu hohen
Tempo, bei dem sie gar nicht mehr sauber genug
spielen können. So zu üben ist leider nicht
effizient, und die Fortschritte, die so möglich
sind, sind deutlich kleiner, als wenn Du mit
einer gezielten und erprobten Übungsmethode an
die Sache herangehst. Ich zeige Dir darum hier
eine fundamentale Methode mit dem
Metronom zum Trainieren von Technikübungen.
Natürlich solltest Du diese Methode
auch für Licks, Solos usw. verwenden!
Diese Methode
funktioniert deshalb so gut und zuverlässig,
weil sie Dich zwingt, so langsam wie
nötig zu spielen.
Dadurch können Deine Finger, Hände... und auch
Dein Kopf die Übung klarer und korrekter
aufnehmen, verarbeiten und wiedergeben. Sobald
Du dann auf einem bestimmten Tempo sicher
spielst, darfst Du das Tempo wenig(!) steigern.
So machst Du konstant kleine Fortschritte, bis
Du Dein Zieltempo erreicht hast. Ausser Deinem
Willen und Ausdauer braucht es dazu nichts.
So, nun
also zur Methode:
Vorbereitung
Wähle
eine Technikübung aus.
Finde
Dein maximales Tempo, indem Du die Übung ohne
Metronom so schnell spielst, dass sie noch
sauber klingt. Sei kritisch und hör genau hin!
-
Sind alle Töne zu hören?
-
Klingen die Töne sauber, oder klingen
gleichzeitig noch andere Töne oder
Leersaiten?
-
Ist
die Rhythmik präzis?
Schalte
dann das Metronom ein und suche das Tempo, auf
dem Du die Übung soeben noch sauber gespielt
hast. Notiere das Tempo zu dieser Übung als Dein
aktuell „maximales Tempo“.
Übungsmethode
-
Stelle das Metronom
20 BPM (Beats Per
Minute) tiefer
als Dein maximales Tempo.
-
Spiele die Übung ein paar Mal durch.
-
Falls Du die Übung
problemlos 5x
nacheinander fehlerfrei
spielen kannst, dann erhöhe das Tempo auf
dem Metronom um
2 BPM
und geh zurück zu Punkt 2.
-
Falls die Übung schwieriger zu spielen wird
und Du merkst, dass Du
Dich stärker
konzentrieren musst,
dann erhöhe das Tempo nur um
1 BPM
und geh zurück zu Punkt 2.
-
Falls Du die Übung
nicht mehr
fehlerfrei
spielen kannst, dann
reduziere das
Tempo um 10 BPM
und spiel die Übung
noch 10x
fehlerfrei
durch. Achte jetzt vor allem darauf,
wirklich ganz präzis zu spielen, und dass
die Übung gut klingt. Geh dann weiter zu
Punkt 3
-
Notiere das Tempo aus Punkt 2, bei dem Du
die Übung noch sauber spielen konntest, als
Dein neues
„maximales Tempo“
für diese Übung.
In
Deiner nächsten Trainingssession wirst Du also
20 BPM unter Deinem maximalen Tempo beginnen, so
wie in Punkt 1 beschrieben. Ein Beispiel: Wenn
Dein maximales Tempo für einen bestimmte Übung
160 BPM war, dann beginne diese Übung in der
nächsten Trainingssession mit 140 BPM.
Wenn Du
diese Methode konsequent anwendest, dann
wirst Du Fortschritte machen, und zwar egal
in welchem Thema. Ich habe das bei mir selber so
erlebt – für verschiedene Spieltechniken, Licks,
Solos...!
PS. Und falls
Du noch kein Metronom besitzt, dann kauf
Dir jetzt ein gutes Metronom. Am besten eines,
bei dem Du das Tempo mit einem Drehrad
einstellen kannst, weil das viel praktischer
ist, als 17x auf eine Taste zu drücken, um ein
anderes Tempo einzustellen.
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(05.02.2012)
Alternate Picking oder Economy
Picking?
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„Wenn es um die
beiden Pickingtechniken „Alternate Picking“ und
„Economy Picking“ geht, sind die Gitarristen oft
in drei Lager gespalten: die einen schwören auf
Alternate Picking, für die anderen gibt es nur
Economy Picking, und den Dritten ist das Thema
völlig egal! Was steckt eigentlich hinter diesen
beiden wichtigen Picking-Varianten? Macht es
überhaupt Sinn, sich darum zu kümmern? Und: zu
welcher Gruppe gehörst Du?“
Die Pickingrichtung, also die
Richtung der Handbewegung und somit auch des
Plektrums beim Picken, ist ein wesentlicher
Faktor, wenn es darum geht, die Pickingtechnik
zu verbessern. Ich möchte Dir vor allem die
weniger bekannte Economy Picking Technik
vorstellen, mit der Du schneller und
flüssiger spielen kannst. Es geht um
die Richtung, in die sich das Plektrum beim
Anschlagen der Saite bewegt.
Zwei Begriffe sind wichtig: upstroke (u)
= Du pickst aufwärts; downstroke (d)
= Du pickst abwärts.
I. Alternate
Picking (=die Picking Hand bewegt sich
„alternierend“/regelmässig auf- und abwärts)
Von Alternate Picking spricht man, wenn sich
Deine Picking Hand synchron zu Deinem
Fuss bewegt, während der Fuss den Takt
klopft. Deine Picking Hand bewegt sich dann
entweder gleich schnell wie Dein Fuss, oder
zweimal, dreimal... so schnell. Alternate
Picking ist einfach zu erlernen und daher auch
am weitesten verbreitet... fast jeder Gitarrist
spielt nach kurzer Zeit instinktiv mit dieser
Pickingtechnik.
Hier ein Beispiel für die Alternate Picking
Technik:
d u d u d u d u d
-------5-7---------
-5-6-8-----8-6-5---
-----------------7-
-------------------
-------------------
-------------------
Wenn Du diesen Lauf
mit der Alternate Picking Technik spielst
stellst Du fest, dass Du häufig mit dem
Plektrum „über eine Saite springen“
musst, um den nächsten Ton in der richtigen
Pickingrichtung spielen zu können.
Beispielsweise musst Du nach dem 3. Ton (ein
downstoke) auf der B Saite (im 8. Bund) mit dem
Plektrum über die E-Saite springen, um dann den
1. Ton auf der E-Saite (im 5. Bund) mit einem
upstroke zu spielen. Das ganze fühlt sich beim
Spielen zwar rhythmisch sicher
an, ist aber nicht besonders effizient.
Vorteile/Nachteile von Alternate Picking:
+ Es ist jederzeit
klar, ob der nächste Ton mit einem upstoke oder
einem downstoke gespielt wird.
+ Es ist einfacher, rhythmisch solid und präzis
zu spielen.
+/- Alternate Picking Läufe klingen eher „hart
und attackierend“ (zum Beispiel sehr gut für
Metal Riffs!).
Ein bekannter Vertreter der Alternate Picking
Technik ist Paul Gilbert.
II. Economy
Picking (die Picking Hand bewegt sich bezüglich
der Pickingrichtung so ökonomisch/sparsam wie
möglich)
Von Economy Picking spricht man, wenn man beim
Saitenwechsel die Pickingrichtung wann
immer möglich beibehält. Das geht nicht
immer. Aber wenn es möglich ist, dann kann man
das ausnützen und – wie der Name (Economy) sagt
- „ökonomischer“ spielen. Mit der Economy
Picking Technik zu spielen ist vor allem dann
möglich und sinnvoll, wenn Du Läufe mit
3 Noten pro Saiten spielst.
Hier ein Beispiel für die Economy Picking
Technik:
d u
d d
u u
d u
u
-------5-7---------
-5-6-8-----8-6-5---
-----------------7-
-------------------
-------------------
-------------------
Wenn Du diesen Lauf
mit der Economy Picking Technik spielst, machst
Du beim Saitenwechsel mit der Picking Hand
keinen Richtungswechsel, sondern führst die
Bewegung einfach weiter auf die nächste Saite.
Du pickst den letzten Ton auf einer Saite und
den ersten Ton auf der nächsten Saite in
dieselbe Richtung, sparst also bei jeden
Saitenwechsel eine Pickingbewegung.
Das ganze klingt nach einiger Übungszeit
flüssiger (als Alternate Picking), es klingt
aber am Anfang rhythmisch weniger stabil und
fühlt sich etwas seltsam an.
Vorteile/Nachteile von Economy Picking:
+ Du kannst
schneller spielen (weil Du durchschnittlich 30%
weniger Pickingbewegungen machst).
+/- Economy Picking Läufe klingen eher „flüssig
und weich“ (klingt vor allem gut in Solos!)
Ein bekannter Vertreter der Economy Picking
Technik ist Yngwie Malmsteen.
Ich habe mir erst
nach einigen Jahren Alternate Picking auch die
Economy Picking Technik angeeignet, um beim
Solieren die Vorteile beider Spieltechniken
ausnützen zu können – je nach Spielsituation –
und möchte nicht mehr darauf verzichten müssen
:-)
Versuch es doch
auch. Es braucht etwas Zeit und
Durchhaltewillen!
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(01.01.2012)
5
Fragen & Antworten (plus Übungsmaterial,
Videos, Tabs...)
Dan Keller ~-~
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www.schoolofmusic.ch
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„Haben
Deine Powerchord Riffs wirklich Power?
Kannst Du Deine Licks und Läufe
erweitern, damit Deine Solos noch besser
klingen? Auf diese und weitere Fragen
gebe ich Dir Antworten.“
Hinweis für fortgeschrittene Gitarristen:
Falls Du Dir die Fragen #4 + #5
schon lange nicht mehr kritisch gestellt
hast, dann empfehle ich Dir, Dir meine
Videos und Informationen dazu anzusehen
:-)
Frage #1:
Wie kann ich lernen, Akkorde sauberer
und schneller zu wechseln?
Akkorde
blind drücken zu können (also ohne auf
das Griffbrett oder auf die Saiten zu
schauen) ist einer der wichtigsten
Schritte auf dem „Weg in die Freiheit“
beim Begleiten mit Akkorden. Sobald Du
Akkordwechsel blind spielen kannst hast
Du nämlich die Möglichkeit und die
Freiheit, Dich um andere, musikalische
Dinge zu kümmern, anstatt um Deine
Finger. Daher habe ich für Dich eine
detaillierte Anleitung zusammengestellt.
Frage #2:
Wie funktioniert die Dur Tonleiter? Wie
ist sie aufgebaut?
Die
Dur-Tonleiter ist die wichtigste aller
Tonleitern in der Musik, da viele Lieder
in dieser Tonleiter geschrieben ist.
Daher ist es sehr wichtig, diese
Tonleiter zu kennen. Das hilft Dir, auch
andere Tonleitern zu analysieren und zu
verstehen. Ich zeige Dir, wie die
Dur-Tonleiter aufgebaut (strukturiert)
ist und wie Du sie auf der Gitarre
finden kannst. Du hast hoffentlich keine
Vorurteile gegenüber
Musiktheorie?!
Frage #3:
Wie kann ich auf dem ganzen Griffbrett
solieren?
Sicher hast
Du Deine Gitarren-Heroes schon dabei
beobachtet, wie sie Solos auf dem ganzen
Griffbrett spielen - und nicht nur in
einer Position (Lage). Damit Du auf dem
ganzen Griffbrett solieren kannst, musst
Du - vereinfacht gesagt - verschiedene
Fingersätze von Tonleitern aneinander
hängen. Dadurch kannst Du Dich dann auf
dem Griffbrett rauf und runter bewegen.
Ich zeige Dir eine kurze, coole Etüde,
die das Griffbrett rauf und runter
spielt, damit Du mal sehen kannst, wie
das geht und es gleich selber
ausprobieren kannst --> Video anschauen
:-)
Frage #4:
Was kann ich machen, damit meine Solos
besser/professioneller klingen?
Vibrato
ist - nebst dem normalen Picking - die
wichtigste Spieltechnik, damit Solos
lebendig und professionell klingen.
Damit sich Dein Vibrato gut entwickelt
und auch wirklich cool klingt, solltest
Du die 5 Punkte auf meiner Checkliste
Vibrato beachten. Bilder sagen
bekanntlich mehr als 1000 Worte. Schau
Dir daher unbedingt mein detailliertes
Video dazu genau an!!
Frage #5:
Wie kann ich Powerchord Riffs fetter und
interessanter spielen?
Der
wichtigste Akkord im Rock: E5. Kleiner
Scherz... oder doch nicht? Der
Powerchord ist tatsächlich der
wichtigste Akkord im Rock und Metal.
Ohne Powerchords kein Rock!
Der Grund:
Weil die normalen Akkorde (C, D, Em, Am
usw.) mit dem verzerrten Sound unserer
Verstärker kein brauchbares Resultat
ergeben. Aus diesem Grund ist es so
wichtig, dass Du Powerchords sicher und
überzeugend spielen kannst. Das heisst
konkret:
1. einen
Powerchord sauber drücken können
2. schnell
zwischen zwei Powerchords wechseln
können
3. einen
Powerchord "mit Power" spielen können
(darum heisst er so!)
In meinem
Powerchord Video und der Checkliste
zeige ich Dir, wie man Powerchords
richtig mit Power spielt. Und als Bonus
findest du im Video noch einen Trick,
wie Deine Powerchords vollfett
klingen!
Viel Erfolg
beim Optimieren Deines Gitarrenspiels
und beim Anwenden der Konzepte!
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(10.12.2011)
Drei
Elemente zur massiven Verbesserung
Deiner Licks!
Dan Keller ~-~
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„Findest
Du Deine Licks zwar cool, aber kannst
sie beim Jammen oder in Solos nicht
wirklich gut einsetzen? Spielst Du ein
Lick nach dem anderen, und das langweilt
Dich? (und vielleicht auch die Zuhörer!)
Dann wird Dir diese Methode garantiert
helfen, viel mehr aus Deinen Licks
herauszuholen - und vor allem, Deine
Licks beim Spielen wirklich einsetzen zu
können.“
(Lick
= kurze Phrase/Melodie, die man als
Gitarrist übt und beim Solieren immer
wieder verwendet)
In den
ersten Jahren meines Gitarristen-Lebens
habe ich nicht verstanden, was ich mit „Licks“
anfangen soll. Licks einfach nur zu üben
fand ich witzlos, und einsetzen konnte
ich die Licks beim Jammen dann auch
nicht so richtig. Erst als ich mich dann
vertieft mit Lernmethoden befasst habe
wurde mir klar, dass ich bis dahin
völlig falsch und ineffizient an Licks
herangegangen bin. Zeit zum Umdenken!
Auch für dich?
Die drei
Elemente zur
massiven Verbesserung Deiner Licks
Nimm als
Beispiel ein Picking Lick. Also ein Lick,
bei dem Du jeden Ton pickst. Übe dann
das ausgewählte Lick eine Woche lang
konsequent nach dem unten
beschriebenen System zur Verbesserung
der (1) Präzision, (2) Automation und
(3) Integration.
Alle drei
Schritte durchführen! Das ist wichtig.
Nur so entsteht der wirkliche Nutzen,
nämlich dass Du Dein Lick in der Praxis
beim Jammen, Solieren... wirklich
anwenden kannst :-)
(1)
Präzision
Trainiere
das Lick mit dem Metronom und stelle das
Metronom so ein, dass Du bei möglichst
jedem Ton, den Du pickst, ein Klick auf
dem Metronom hörst. So kannst Du
kontrollieren, ob Du rhythmisch präzis
pickst. Spiele das Lick dabei immer nur
so schnell, dass Du das Lick
möglichst perfekt und kontrolliert
spielen kannst. Diese Art zu Üben habe
ich lange Zeit
am Morgen als Erstes gemacht.
(2)
Automation
Spiele das
Lick, während Du etwas anderes machst,
zum Beispiel im TV einen Film schaust.
Wichtig ist hier, dass Du das Lick
perfekt, langsam und kontrolliert
spielst. Auf gar keinen Fall zu schnell
und mit Fehlern oder nicht optimalen
Bewegungen, da sich diese sonst in
Deinem Unterbewusstsein festsetzen und
dadurch die Fehler quasi eingebrannt
würden! --> Also vor dem TV immer ohne
Stress üben, und langsamer als Dein
maximales Tempo wäre.
(3)
Integration
Wende nun
das Lick beim Spielen an und integriere
(verbinde) das Lick mit anderen Licks,
die Du schon kannst! Das Ziel beim Üben
eines Licks ist ja nicht das blosse
Üben, sondern Du willst doch das Lick
beim Jammen oder Solospiel einsetzen
können! :-)
Ideen und
Vorschläge:
-
Spiele
das Lick zu einem Jamtrack
-
Improvisiere frei zum Jamtrack und
verwende das Lick von Zeit zu Zeit
(anwenden!)
-
Überleg
Dir, in welchem Tonleiter-Fingersatz
die Töne des Licks liegen und nimm
weitere Töne des Fingersatzes dazu
(erweitere das Lick um zusätzliche
Töne)
-
Spiel
vor und nach dem Lick jeweils an
anderes Lick, das gut dazu passt
-
Verändere die Rhythmik des Licks,
bspw. von Sechzehntel Noten zu
Achtels-Triolen
-
Spiele
das Lick (die Struktur des Licks) in
einer anderen Tonleiter, um mit
demselben Lick andere Stimmungen
erzeugen zu können
-
Fortgeschrittene Variante:
Verschiebe das Lick diatonisch (=in
der Tonart bleibend) auf dem
Griffbrett. Dazu musst Du die
Struktur des Licks im nächst
höheren/tieferen
Tonleiter-Fingersatz „nachbauen“,
damit das veränderte Lick weiterhin
zum Jamtrack (zur Tonart) passt
-
... das
sind nur wenige Beispiele, die Du
selber erweitern kannst, um aus
einem einzigen Lick möglichst viel
herauszuholen!
Los geht's,
denn es gibt nichts Gutes - ausser man
tut es!
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(04.11.2011)
Hilfe bei Lampenfieber!
Dan Keller ~-~
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„Schweissausbrüche,
Konzentrationsverlust, Unfähigkeit, die
Finger präzis zu bewegen… Lampenfieber
ist äusserst lästig und durch blosse
Willenskraft leider nicht zu stoppen.
Aber es gibt Möglichkeiten, Lampenfieber
zu reduzieren oder ganz zu verhindern!“
Lampenfieber ist…
Gerade für
Gitarristen ist Lampenfieber mühsam,
denn beim Gitarre spielen sind viele
kleine Muskeln beteiligt und die Finger
müssen sich sehr präzis bewegen.
Lampenfieber stört diese präzisen
Bewegungen massiv und kann Dir erstens
die Lust am öffentlich Spielen vermiesen
und zweitens Deine Leistung (die
Qualität Deines Gitarrenspiels an
Konzerten) deutlich reduzieren. Daher
ist es wichtig, dass Du genau weisst,
wie Lampenfieber zustande kommt und was
Du machen kannst, um es zu reduzieren.
Was ist
der Auslöser von Lampenfieber?
Dein Gehirn
reagiert auf „furchteinflössende“
Situationen oder Ereignisse. So auch
vor einem öffentlichen Auftritt! In
einem solchen Fall löst das Gehirn „zur
Sicherheit“ einen Adrenalinstoss
aus (Adrenalin ist ein Hormon), um den
Körper reaktionsfähiger zu machen –
schliesslich wollen wir von Natur aus
vor einer Gefahr entweder fliehen oder
die Gefahr bekämpfen. Dazu benötigen wir
eine extra Portion Energie, und durch
den Adrenalinstoss bekommt der Körper
diese zusätzliche Energie. Nur leider
bewirkt Adrenalin unter anderem eine
Steigerung der Herzfrequenz, eine
Reduktion der Atmung (bis hin zu
Müdigkeit oder sogar Blackouts!)
eine Verspannung der Muskeln -
und das können wir bei einem Auftritt
definitiv nicht gebrauchen!
Was
kannst Du tun?
Es ist ganz
wichtig, dass Du jeden Auftritt
vor Publikum als etwas Positives
empfindest. Falls Du das Spielen vor
anderen Leuten als etwas Lästiges,
Bedrohliches oder etwas Peinliches
auffasst, dann wird Dein Körper vor
einem Auftritt immer Adrenalin
ausstossen, um Dich in
Abwehrbereitschaft zu bringen. Nur
leider können wir „kampfbereit“ =
verspannt nicht Gitarre spielen!
Hey, die
Zuschauer wollen doch Deine Band und
Dich spielen sehen! Sie sind nicht
gekommen, um Dich schlecht zu machen,
sondern wollen am Konzert einfach nur
Spass haben und die Musik geniessen. Und
dazu braucht es Dich! :-) Also erfülle
der Zuschauern und Dir selber diesen
Wunsch und spiele mit Spass, locker und
überzeugend.
Was Du
nicht tun solltest:
Medikamente
und Alkohol sind keine Lösung. Von
starken Medikamenten wie beispielsweise
Beta Blockern rate ich dringend ab.
Musiker, die Beta Blocker verwendet
haben, berichten, dass sie beim Spielen
keine Begeisterung mehr für ihre Musik
verspürt haben und sie dadurch für die
Zuhörer langweilig klingen! Das willst
Du sicher nicht riskieren. Und mit
Alkohol im Blut denkst Du
wahrscheinlich, Du spielst gut
(lockerer), aber ob das die nüchternen
Zuhörer auch so sehen und hören, ist
eine ganz andere Frage! ;-)
Diese 2
Punkte helfen Dir, Lampenfieber in den
Griff zu bekommen!
1. Spiele
regelmässig vor Leuten.
-
Nimm
einfache Songs auf oder improvisiere
zu einem Jamtrack, und spiel die
Aufnahme anderen vor (so können die
Leute immerhin schon mal hören, was
du spielst)
-
Spiel ab
und zu Deinen Freunden oder der
Familie etwas vor
-
Spiel
mit einer befreundeten Band im
Proberaum bei einem Song oder einer
Jam Session mit
2. Mach,
dass alle Deine Auftritte ein Erfolg
sind. Damit das klappt, hier ein paar
Tipps:
-
Spiel
Songs, die Deinen spieltechnischen
Möglichkeiten entsprechen
-
Mach vor
dem Auftritt ein paar
Entspannungsübungen
-
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(02.09.2011)
Das Minimum - ein ganz einfacher
Mini-Übungsplan
|
„Nicht
jeder will so Gitarre spielen lernen wie
John Petrucci, Yngwie Malmsteen, Steve
Vai oder einer der vielen
Super-Gitarreros, die einfach alles
spielen können, was sie wollen. Du
willst vielleicht einfach am Wochenende
mit Kollegen ein paar Rocksongs
begleiten und einfache Solos spielen
können. Das ist völlig in Ordnung und Du
benötigst dazu auch nicht unbedingt
„wissenschaftliche Übungsmethoden“. Aber
bereits ein ganz einfacher Übungsplan
hilft Dir, auf Kurs zu bleiben und
kontinuierlich immer besser zu werden!“
Nachdem ich
in meinem Artikel
Erstelle in 7 Schritten Deinen
Übungsplan beschrieben habe, wie Du
Deinen „perfekten Übungsplan“ erstellst,
zeige ich Dir diesmal als Light-Variante
den „Mini-Übungsplan“.
Warum
zeige ich eine „Light-Variante“, wenn
doch der vorgestelle Plan bereits
perfekt ist?
Mein Ziel
ist es, dass Du mehr erreichst, dass Du
mit dem, was Du auf der Gitarre spielen
kannst, zufrieden bist oder wirst. Um
etwas zu erreichen braucht es
bekanntlich einen Plan, sonst entsteht
eher ein kopfloses „ich übe und spiele
mal, was mir gerade in die Hände oder
auf den Kopf fällt...“ ;-)
Also: Falls
Du vom Typ her grundsätzlich keine
Lust hast, viel Energie in eine Planung
zu stecken, dann wirst Du Dich
eventuell (leider) nicht motivieren
können, den detaillierten Übungsplan zu
erstellen (wie im obigen Artikel
Erstelle in 7 Schritten Deinen
Übungsplan beschrieben). Hier zeige
ich Dir deshalb die Light-Variante eines
Übungsplans, damit Du (und da gibt es
jetzt wirklich keine Ausrede mehr)
wenigstens mit einem „Mini-Übungsplan“
mehr aus Deiner Übungszeit herausholen
kannst und dadurch mehr erreichst, mehr
Spass am Spielen bekommst, mehr Erfolg
hast... Hey, alles ist möglich!
Darum: Der Mini-Übungsplan – immer noch
viel besser als gar kein Plan!
Ich gehe mal
davon aus, dass Du im Begleiten
(Rhythmus Gitarre) noch einen Zacken
zulegen willst und dass Du beim
Improvisieren/Solieren (Solo Gitarre)
das ganze Griffbrett in Besitz nehmen
willst. Von irgendeiner typischen
Annahme muss ich hier ja ausgehen...
Dein
möglicher Mini-Übungsplan für eine 60'
Session:
Ablauf
(In meinem Online Gitarren-Unterricht
arbeiten ich mit meinen Schülern an all
diesen Themen)
-
Warm-Up
(5'): Spiel Dich mit etwas
Einfachem und ein paar
Synchronisationsübungen warm
-
Akkorde (5) :
3-Klänge, 4-Klänge, 5-Klänge,
Powerchords, mit Leersaiten erweiterte
Akkorde usw.
-
Begleittechniken (10'):
Pickingmuster, verschiedene Rhythmen,
Akkordverzierungen, dämpfen usw.
-
Tonleitern (5'):
Pentatonik, Bluestonleiter, Dur/Moll
usw. Ziel: Fingersätze auf dem ganzen
Griffbrett!
-
Spieltechniken (15'):
Picking, Hammer On/Pull Off, Sliding,
Bending, Vibrato, Tapping, Sweeping usw.
-
Arpeggios (?') (Erst damit
beginnen, wenn Deine Pickingtechnik
sauber und präzis ist)
-
Songs und/oder Licks (10')
heraushören (wichtig für das
Musikgehör!), nachspielen und Ideen
sammeln
-
Komponieren und/oder Improvisieren
(10'): das Gelernte anwenden, eigene
Licks und Songs schreiben
Achte
beim Planen Deiner Übungssessions
grundsätzlich auf den folgenden groben
Ablauf:
- Warm-Up
-
Technikübungen und Theorie/Gehörtraining
- Songs
- Anwenden
des Gelernten (komponieren und/oder
improvisieren)
Vorbereitung:
Der Schritt
7 aus dem Artikel
Erstelle in 7 Schritten Deinen
Übungsplan gilt auch hier:
Organisiere die nötigen Hilfsmittel,
damit Du effizient üben kannst!
- Metronom,
damit Du kontrollieren kannst, ob Du
rhythmisch präzis spielst und den Takt
halten kannst
- Timer, um
die Dauer jeder Übung zu begrenzen,
damit Du für alle geplanten Übungen Zeit
hast
- Jamtracks,
damit Du das Gelernte (Tonleitern, Licks
usw.) anzuwenden lernst
-
Aufnahmegerät, um Dich ab und zu
aufzunehmen und zu überprüfen (beim Üben
hörst Du nicht alles!)
Falls Du
also bis jetzt noch gar keinen
Übungsplan hast, dann starte ab
Morgen wenigstens mit dem
Mini-Übungsplan und übe 1 Monat lang
mit dem Plan. Entscheide dann, ob der
Plan Dir geholfen hat!
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„Einfach nur
hinsitzen und irgendetwas
irgendwie üben... das reicht
nicht. Mit einem sinnvollen
Übungsplan kommst Du sicherer
und schneller ans Ziel!
Kannst Du für Dich einen guten
Übungsplan erstellen?“
In meinem
früheren Artikeln
3 Schritte, um Deine grössten
Ziele auf der Gitarre sicherer
und schneller zu erreichen
habe ich beschrieben, wie Du
beim Üben grundsätzlich vorgehen
solltest. Jetzt zeige ich Dir,
wie Du in 7 Schritten einen
konkreten Übungsplan für Dich
erstellst.
Schritt 1:
Überleg Dir, was Du in den
nächsten 6 Monaten konkret
erreichen willst (Ziele).
Schritt 2:
Überleg Dir nun, welche
Fähigkeiten, Techniken,
Tonleitern, Akkorde, Rhythmen
usw. Du für die Erreichung
Deiner Ziele lernen/verbessern
musst, und welche Übungen
Du dazu machen kannst.
Schritt 3:
Überleg Dir dann, in welcher
Reihenfolge Du diese Übungen
machen solltest (Eins
nach dem anderen zu Üben kann
ein grosser Fehler sein!).
An welchen Übungen kannst Du
gleichzeitig arbeiten? Welche
Übungen solltest Du nacheinander
üben (weil sie zum Beispiel
aufeinander aufbauen, oder weil
gewisse Fähigkeiten/Techniken am
Anfang weniger wichtig sind als
andere).
Schritt 4:
Überleg Dir die Dauer
jeder Übung. Welche Übungen
kannst Du kurz (1-5 Minuten)
üben, um bereits eine
Verbesserung zu erzielen, und
welche Übungen „wirken“ erst
nach einer gewissen Übungszeit
(10-20 Minuten) - für diese
Übungen solltest Du in Deinem
Übungsplan natürlich dann auch
entsprechend mehr Zeit
einplanen.
Schritt 5:
Erstelle Deinen Übungsplan.
Notiere pro Übung: Name der
Übung, Anzahl Minuten
Übungszeit, Zieltempo
Wichtig:
In Deinem Übungsplan müssen
natürlich alle Übungen Platz
haben, die Du in Schritt 2
identifiziert hast. Zähle daher
erst mal die Dauer aller Übungen
zusammen (Total Minuten). Je
nachdem, wie lang Deine
Übungssessions normalerweise
dauern, musst Du also einen
Übungsplan über mehrere
Übungssessions erstellen.
Beispiel:
Deine Übungen dauern total 135
Minuten und Deine Übungssession
dauert normalerweise 60 Minuten.
--> In dem Fall schlage ich vor,
Deine Übungen auf 2
Übungssessions zu verteilen und
zu versuchen, entweder Deine
Übungssessions um 10 Minuten auf
70 Minuten zu verlängern (damit
2 Übungssessions total 140
Minuten dauern und somit alle
Deine Übungen mit 135 Minuten
darin Platz haben) oder aber bei
Deinen Übungen irgendwo 15
Minuten einzusparen (damit Deine
Übungen total 120 Minuten statt
135 Minuten dauern und somit in
2 Übungssessions zu 60 Minuten
Platz haben).
Schritt 6:
Sammle und ordne Deine Übungen,
also die Blätter, Tabs...,
damit Du beim Üben sofort die
richtigen Blätter findest und so
Deine Zeit optimal (zum Üben,
nicht zum Suchen) nutzen kannst.
Schritt 7:
Organisiere die nötigen
Hilfsmittel, damit Du
effizient üben kannst:
- Metronom, damit Du
kontrollieren kannst, ob Du
rhythmisch präzis spielst und
den Takt halten kannst
- Timer, um die Dauer jeder
Übung zu begrenzen, damit Du für
alle geplanten Übungen Zeit hast
- Jamtracks, damit Du das
Gelernte (Tonleitern, Licks
usw.) anzuwenden lernst
- Aufnahmegerät, um Dich ab und
zu aufzunehmen und zu überprüfen
(beim Üben hörst Du nicht
alles!)
Zurück zu
unserem Beispiel:
Angenommen, Du übst jeweils am
Dienstag, Mittwoch, Freitag,
Samstag, und Sonntag, also an
fünf Tagen pro Woche. Und jetzt?
Übe abwechslungsweise den 1.
Teil resp. den 2. Teil Deines
Übungsplans. Also in einer
Übungssession übst Du den 1.
Teil Deines Übungsplans, in der
nächsten Übungssession den 2.
Teil Deines Übungsplans, in der
nächsten Übungssession wieder
den 1. Teil Deines Übungsplans
usw.
Überprüfe alle
paar Wochen Deine Fortschritte
und erstelle dann einen neuen
Übungsplan. Vergiss nicht, alles
was Du übst/lernst auch mit
eigenen Songs, Coversongs oder
in der
Band
anzuwenden.
Melde Dich (dan@dankeller.com),
falls ich Dich bei der
Erstellung Deines Übungsplans
unterstützen soll.
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(01.06.2011)
Morgenstund hat
Gold im Mund – vor allem für
Gitarristen!
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Am frühen Morgen ist
der ideale Zeitpunkt, um Energie für den
Tag zu sammeln, Ideen entstehen zu
lassen, etwas für die Gesundheit zu tun
und – vielleicht das Wichtigste – etwas
für das Gitarrenspiel zu tun!
„Morgenstund hat Gold im
Mund“ ist eines der bekanntesten
deutschen Sprichwörter. Warum wohl? Aus
meiner Erfahrung stimmt es (zumindest
für mich), dass am frühen Morgen viel
erreicht werden kann.
Ich spiele zum
Beispiel fast jeden Morgen Gitarre. Und
zwar früh, bevor ich etwas Anderes
arbeite. Seit vielen Jahren mache ich
das so. Nicht immer gleich intensiv,
aber sehr regelmässig, mit nur wenigen
Unterbrüchen. Und ich habe gelernt, dass
der Morgen wertvoll ist. Und dass es
schade ist, den Morgen einfach nur mit
einem Kafi und einer Zigi „hinter sich
zu bringen“.
In der
Hoffnung, auch andere Gitarristen zu
motivieren, den Morgen besser für sich
zu nutzen, schreibe ich hier mal auf,
wie meine aktuelle „Morgenstund“ (Mai
2011) aussieht.
Die
Morgenstund ist des Gitarristen Freund
;-)
Am Morgen gehe ich als erstes raus an
die frische Luft (laufen oder joggen).
Am Morgen will ich zuerst mal einen
klaren Kopf bekommen.
Am Morgen
denke ich über meine Ziele nach. Ich
denke darüber nach, was ich noch besser
machen kann, um meine Ziele zu
erreichen. Ich suche neue Ideen für
Musik-Projekte, die ich durchführen
will. Oder ich überlege mir neue
Möglichkeiten für den
Gitarrenunterricht.
Am Morgen nehme ich vor
allem die Gitarre in die Hand. Wie
lange? Das variiert. Aktuell ca. 30
Minuten. Früher habe ich jeden Morgen 90
Minuten Gitarre gespielt, oder genauer
gesagt: „trainiert“ (siehe meinen
Artikel zum Thema
"Trainieren").
Schon 10 Minuten reichen, um Deine Hände
und Finger an Bewegungsabläufe zu
erinnern, die gerade aktuell sind
(Akkorde, Fingersätze von Tonleitern,
Licks usw.).
Ich merke es
bei mir selber: Sogar mit einem kurzen
10-Minuten-Morgenprogramm bin ich
eigentlich immer „eingespielt“ und
alles, was ich am Tag oder am Abend
sonst noch übe, läuft dann besser :-)
„Das
ist nichts für mich?“ (sagst du?)
Ich kann verstehen, dass nicht jeder am
Morgen bereits aktiv sein kann.
Wirklich? Vielleicht ist das bloss eine
Gewohnheit, die geändert werden könnte?
„Zuerst mal einen Kaffee, vorher läuft
gar nichts...“ höre ich immer wieder.
Eigentlich schade, dass viele
Gitarristen diese tägliche Chance nicht
nutzen können oder wollen, die „Morgenstund“
für sich und ihre Gitarrenträume zu
verwenden.
Es wäre doch toll, wenn auch Du jeden
Morgen ein wenig Zeit für Deine Gitarre
haben könntest...
Der Deal
Ich habe einen
einfachen Trick, den ich anwende, wenn
ich etwas Neues starten möchte, mich
aber schlecht überwinden kann, es
wirklich zu tun (so wie Du vielleicht
gerade jetzt, wenn Du über meine
verrückten Vorschläge nachdenkst). Ich
schliesse nämlich mit mir selber einen
Deal ab. Und der sieht so aus: Ich ziehe
das „neue Ding“ 14 Tage lang durch und
entscheide dann, ob ich das weiterhin
machen willst oder nicht. Ob das eine
gute Sache war, oder ob das völliger
Bullshit war.
Für das „Morgenstund“-Beispiel
oben würde das für Dich heissen:
„Ich
versuch's mal... für 14 Tage, dann
schaue ich weiter...“ (das schlage ich
Dir vor)
Das ist doch
echt ein Versuch wert! Ein Versuch, der
Dich maximal 14 Tage ein paar Minuten
pro Tag kostet, der Dich langfristig
aber gitarristisch einen Schritt
weiterbringen kann, wenn Du nach der
„Versuchsphase“ weitermachst. Auf diese
Weise habe ich vor vielen Jahren
begonnen, zusätzlich am Morgen Gitarre
zu üben, und überhaupt am Morgen früher
aufzustehen.
Die
Morgenstund ist des Gitarristen Freund!
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(06.05.2011)
Vorsicht, wenn
Du ein talentierter Gitarrist bist!
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„Talentierte
Gitarristen sind faul, ruhen sich auf
ihrem Talent aus, wollen nicht hart
arbeiten, gehen daher selten in den
Unterricht, werden älter aber nicht
besser, wirken plötzlich nicht mehr so
talentiert, wollen immer noch nicht hart
arbeiten... und hängen dann die Gitarre
an den Nagel!"
Was
ich da im Zeitraffer und etwas
überspitzt darstelle, habe ich leider
schon oft miterlebt. Und zwar nicht nur
bei Gitarristen, sondern genau so oft
auch bei Sängern. Das Phänomen existiert
im Sport ebenso wie in der Musik,
überall, immer wieder. Talent kann
(leider) verhindern, dass ein guter
Gitarrist ein hervorragender Gitarrist
wird!
Woher
kommt es, dass jemand das eigene
Talent solange nicht pflegt, bis es
schliesslich wertlos geworden ist?
Wenn
jemand
talentiert ist,
bedeutet das nach meinem Verständnis
(durch Beobachtung und Erfahrung aus dem
Unterricht mit meinen Schülern), dass er
oder sie
mit wenig Aufwand viel
erreicht. Ich kenne
selber etliche Leute, die in diese
Kategorie der „Talentierten“ fallen,
aber leider haben nicht alle etwas aus
ihrem Talent gemacht.
Ein
Talent kann sich in verschiedenen
Bereichen oder Fähigkeiten zeigen. Hier
ein paar Beispiele: Ein talentierter
Gitarrist (mit einem musikalischem
Gehör) kann bereits als Anfänger mit
anderen Musikern spielen/jammen. Oder er
kann bereits nach ein paar Wochen
Melodien von Songs, die er am Radio
hört, einigermassen nachspielen usw.
In
der ersten Phase geniesst er diese
Super-Fähigkeiten, er wird
wahrscheinlich gelobt, ist stolz auf
sich, vergleicht sich mit Anderen (die
länger üben mussten, um soviel zu
erreichen)... und ist bald zufrieden
mit dem aktuellen eigenen Können.
Danach folgt die Phase, in der er mit
wenig Aufwand leider auch nur
wenig besser wird. Die
Fortschrittskurve wird immer flacher, er
macht kaum noch Fortschritte, er
ignoriert das Problem, macht weiter und
geniesst es noch so gut wie möglich.
Bis er merkt, dass die Anderen (die
weniger talentierten) „aufholen“!
Das endet dann nach gewisser Zeit in
einer Frustration: Er war doch das
Wunderkind, der Gitarren Hero... und
jetzt spielt er ungefähr in derselben
Liga wie die Anderen, fällt nicht mehr
auf, wird nicht mehr besonders gelobt...
Hier
kommt dann der Punkt, an dem sich
entscheidet, wie es mit ihm weitergeht.
Diese Entscheidung findet oft nur
unbewusst statt, da sich ein
talentierter Gitarrist leider oft gar
nicht bewusst ist, dass in seinem Talent
auch eine Gefahr liegt. Wenn er es
merkt, dann ist nichts verloren. Wenn er
es jedoch nicht merkt oder verdrängt,
dann kann sich das langfristig negativ
auswirken.
Was
geschieht denn mit talentierten, aber
frustrierten Gitarristen?
Falls er merkt, wie er sich ändern muss
Mit der Erkenntnis, dass nun doch
intensive Arbeit notwendig ist und der
innere Schweinehund überwunden werden
muss, kann er sich weiter verbessern.
Das ursprüngliche Talent wird ihm auch
jetzt noch helfen, gute und relativ
schnelle Fortschritte zu machen. So
steigt auch seine Motivation wieder :-)
Falls er jedoch nicht merkt, dass er
seine Einstellung ändern sollte
Ohne die Erkenntnis, dass nun auch
er intensiv arbeiten muss um
weiterzukommen, wird er die Gitarre mit
grosser Wahrscheinlichkeit früher oder
später frustriert an den Nagel hängen.
Es macht ihm einfach keinen Spass mehr,
weil er nichts Besonderes mehr ist.
Schade um das verschwendete Talent :-(
Falls
Du also talentiert bist (gratuliere!),
dann wünsche ich Dir die notwendige
Einsicht, dass Du zu Deinem Talent Sorge
tragen und Dein Talent durch Arbeit
(Üben, Lernen...) stetig
weiterentwickeln solltest. Damit Dir der
Spass und auch der Erfolg beim
Gitarrespielen nicht abhanden kommt :-)
Hier findest Du noch
mehr
Motivation...
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(04.03.2011)
Wenn es beim
Gitarre lernen stockt! (Lernpsychologie)
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Du übst und übst (und
Du übst wirklich richtig)... und
machst trotzdem seit ein paar Wochen
kaum Fortschritte? Das ist frustrierend!
Jeder Mensch, der etwas lernt, macht
periodisch genau diese Erfahrung. Das
ist also erstens ganz normal und
zweitens ist wissenschaftlich untersucht
worden, wie wir damit umgehen können...
und diese Barriere durchbrechen können.
Ich zeige Dir, wie das geht.
Wenn
ich sage, dass "es stockt", dann meine
ich die bekannte Situation, dass Du übst
und übst und trotzdem immer wieder an
einen Punkt kommst, wo Du einfach nicht
mehr weiterkommst und keine
Fortschritte mehr machst. Wenn es
eben "stockt". Kennst Du das auch? Und
was ist denn da los?
Du befindest Dich auf einem
"Lernplateau"!
Ein
Lernplateau ist eine Phase innerhalb des
Lernprozesses, in der sich das neu
Gelernte festigt und sich
insbesondere mit dem früher Gelernten
verbindet.
Falls
diese "Phase des Zusammenfügens"
nicht stattfinden kann, dann kannst
Du Dir das neu Gelernte nicht gut
merken, oder Du vergisst vieles wieder,
was Du neu gelernt oder geübt hast, oder
Du kannst das neu Gelernte in der Praxis
gar nicht richtig anwenden... und dann
hast Du eben das bekannte Gefühl, dass
"es stockt"!
Um
also diese "Phase des Zusammenfügens"
zu ermöglichen und ein
Lernplateau erfolgreich wieder verlassen
zu können, solltest Du insbesondere den
Punkt (5) unten beachten.
Ich
empfehle Dir aus eigener Erfahrung, beim
üben auf die folgenden 5 Punkte zu
achten:
(1) Lerne in Blöcken von nicht mehr als
20 Minuten
Der Mensch kann sich nicht länger
als etwa 20' auf eine Thema
konzentrieren. Nach dieser Zeit ist der
Lernprozess deutlich weniger effizient.
Mach also Blöcke von maximal 20', und
lege dann eine Pause ein.
(2) Mach
Pause!
In einer Pause solltest Du wirklich
nichts tun! Also entspannen/lockern,
herumlaufen, zum Fenster hinausschauen,
trinken, Gitarre stimmen... (nicht Mails
beantworten, nicht fernsehen...) Und
falls Du in einer Pause doch aktiv
bleiben möchtest, dann mach etwas, was
Dich geistig und körperlich nicht
anstrengt - Du sollst Dich in der Pause
ja gerade geistig und körperlich
entspannen.
(3) Lerne
abwechslungsreich
Lerne ähnliche Dinge nicht
nacheinander, da dies sonst im
Gedächtnis zu Verwechslungen oder
überschneidungen führen kann. Ordne
Deine Lernblöcke also so an, dass sich
die Themen zweier
aufeinanderfolgenden Blöcke gut
unterscheiden.
Hier ein Beispiel für einen sinnvollen
Übungsplan:
20' eine Tonleiter üben --> 2' PAUSE -->
10' Gehörtraining --> 2' PAUSE --> 10'
Licks mit dieser Tonleiter üben --> 10'
Akkordwechsel üben --> 2' PAUSE --> 15'
einen Songteil heraushören --> ...
(4) Lerne
ohne Aufregung
Wenn Du während oder kurz nach einem
Lernblock etwas Aufregendes erlebst
(Ärger, Schreck, Freude...), dann
behindert diese Emotion den Lernprozess,
und das soeben Gelernte bleibt wenger
gut haften. Darum ist es so wichtig,
dass Du während dem üben nicht Dinge
denkst oder sagst wie zum Beispiel
"Scheisse, ich kann das immer noch
nicht, ich lerne das nie, ich bin
unfähig, ein Doofmann..."
Verbiete Dir selber solche sinnlosen
Sprüche, denn sie behindern Deine
Fortschritte!
(5) Falls Du intensiv übst: Mach alle
paar Tage oder Wochen eine richtige
Pause
Falls Du täglich oder fast täglich
übst, dann solltest Du ab und zu mal
eine richtige Pause einlegen. Beispiel:
Mach an einem Tag in der Woche keine
Technik- und Tempoübungen mit
Tonleitern. Ebenso kann es sinnvoll
sein, zusätzlich alle paar Wochen mal
ein paar Tage lang überhaupt nicht
Gitarre zu spielen. Dadurch ermöglichst
Du Deinem Gedächtnis und Deinen Händen,
das in der letzten Zeit Gelernte
einzubauen und so für Dich erst richtig
brauchbar und wertvoll zu machen.
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(09.02.2011)
Was ist, wenn ich nichts mache?
Dan Keller ~-~
www.guitarschoolofmusic.com ~-~
www.schoolofmusic.ch
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Ich habe einen einfachen Satz gefunden.
Der Satz hilft mir in
vielen Situationen, vor denen ich früher
Angst hatte.
Nicht nur als Gitarrist. Der Satz hilft
mir, mutiger zu sein!
Was ist, wenn ich es
vermassle? Es ist peinlich, vor Kollegen
zu spielen. Ich habe Angst davor und
werde lieber nur zuschauen als selber
aufzutreten und zu zeigen, was ich kann.
Die anderen k�nnten ja sonst sehen, was
ich NICHT kann. Das will ich nicht. Ich
mache lieber nichts...
Kommen Dir solche
Gedankengänge bekannt vor? Ich bin ganz
sicher, dass auch Du ab und zu ähnliche
Gedanken hast und es Dir unangenehm ist,
gewisse Dinge zu tun, die eigentlich
super cool w�ren, aber die Angst leider
gesiegt hat...
Das können ganz simple
Dinge sein, wie zum Beispiel den
Kollegen einen Song vorzuspielen, oder
auch "kompliziertere" Dinge wie das
erste öffentliche Konzert mit der Band.
Ich verstehe sehr gut, dass Du immer
wieder solche Gedanken antriffst, denn
sie begleiten uns ein Leben lang.
Manchmal verbergen sich diese Gedanken
über eine längere Zeit, bis sie dann
plötzlich wieder hervorkommen und
machen, dass Du unsicher wirst und Dich
lieber nicht zeigen möchtest.
Auch ich kenne natürlich
solche störenden Gedanken. Und ich
erinnere mich noch genau an die letzte
verrückte Situation, bei der ich
gezögert habe, eine wirklich gute
Gelegenheit wahrzunehmen. Ich hatte die
Chance, an einem sehr speziellen Ort
aufzutreten, wo viele Zuschauer erwartet
wurden. Ich wurde angefragt, dort ein
paar einfache Songs zu spielen.
Mein erster Gedanke war:
"Super, das ist eine Gelegenheit, die
ich so schnell nicht wieder bekomme, die
Chance muss ich unbedingt packen!". Der
zweite Gedanke liess jedoch nicht lange
auf sich warten: "Was ist, wenn...?"
Und das ging dann
ungefähr so: "Was ist, wenn ich die
Songs (die ich vorher noch nie gespielt
hatte) nicht überzeugend spiele? Was
denken die Leute/Musiker, die mich
kennen, wenn ich Songs in diesem (für
mich untypischen) Stil spiele?..." Das
ganze war mir eine zu unsichere Sache,
und darum hat mein "Schutzmechanismus"
(oder einfacher gesagt: die Angst) mir
einreden wollen, dass ich mich da besser
raushalten soll! Dass diese Chance doch
eher ein Risiko ist!
Nach einigen Tagen bin
ich auf einer Website auf einen
einfachen, aber interessanten Satz
gestossen. Dieser Satz ist mir seither
nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Er
hilft mir jedesmal, wenn ich etwas tun
will oder soll, das ich noch nie gemacht
habe oder wo ich denke, dass ich (noch)
nicht gut genug bin. Der wichtigste Satz
(oder genauer gesagt, die wichtigste
Frage) gegen Angst und für mehr Mut
heisst: "Was ist, wenn ich nichts
mache?"
Wenn Du das nächste Mal
ein Chance nicht packen willst und Angst
hast, dann frage Dich selber: Was ist
denn die Folge, wenn ich nichts mache
und die Chance einfach fahren lasse?
Wenn ich verschiedenste Gründe
vorbringe, warum ich es nicht tun kann.
Wenn ich mich dünn mache, bis die
"Gefahr" vorbei ist. Was geschieht dann?
Oft geschieht ja nichts. Also kein
Problem, könnte man meinen.
Aber halt: Willst Du
eigentlich, dass nichts geschieht??
Nein!! Du willst etwas ERREICHEN. Also
muss doch etwas GESCHEHEN! Ganz egal was
es ist, aber um etwas Bestimmtes zu
erreichen, musst Du es ausprobieren,
üben, trainieren, Routine bekommen,
anwenden, vorführen, lernen, verbessern,
nochmals ausprobieren... Du musst es
TUN, sonst wirst Du darin nicht besser.
Und nun hoffe ich, dass
es auch Dir hilft, wenn Du Dir in
"gefährlichen" Situationen diese
wichtigste Frage "Was ist, wenn ich
nichts mache?" stellst. Und dann merkst,
dass Du es tun solltest!
Ich wünsche Dir viel Mut
und weniger Angst
Dan
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(03.12.2010)
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„ 3 Vorurteile, die Dich hindern, ein noch besserer Gitarrist zu werden!
“ |
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Ist es Dir auch schon so ergangen, dass Du in 5 Minuten ein cooles Riff für einen neuen Song herausgetüftelt hast, dann aber nach weiteren 3 Stunden
„jammen und suchen“ immer noch keinen zweiten Teil zu diesem ersten Riff gefunden hast?
Ich habe solche Situationen früher regelmässig erlebt, und das hat mich oft frustriert. Bis ich dann herausgefunden habe, dass ich mich teilweise selber daran gehindert habe, das Problem zu lösen: Ich dachte, Musiktheorie sei überflüssig, etwas für „Klassiker“, und sowieso „zu schwierig für mich“!
Mir konnte nämlich keiner erklären, wie die Musiktheorie funktionieren soll...
Es begann so: Ich hatte als Teenager zwei Mal aktiv versucht, mich der Musiktheorie zu nähern. Das erste Mal engagierte ich einen Jazz-Saxophonisten, den ich kennengelernt hatte (und der übrigens in einem Krankenwagen wohnte :-) Das zweite Mal habe ich meinen Vater (ein klassischer Pianist) gebeten, mich in die Grundlagen der Musiktheorie einzuweihen... Beide Male ging der Versuch total in die Hose, denn keiner von beiden konnte mir die Theorie von Grund auf so erklären, damit ich sie verstehen und anwenden konnte. Das war frustrierend, und ich hatte bald keine Lust mehr, mich mit dem Thema zu beschäftigen... es ging ja auch ohne, dachte ich.
Aufgrund dieser schlechten Erfahrung hatte ich gegenüber der Musiktheorie viele Vorurteile. Heute weiss ich, dass Musiktheorie nicht schwierig sein muss. Und ich habe über die Jahre herausgefunden, welche Teile der Musiktheorie für Gitarristen besonders nützlich sind, und welche Teile wir anfangs ignorieren können. Hier also die Vorurteile, die ich hatte, und die sich alle als falsch erwiesen haben:
Vorurteil 1: Musiktheorie zu lernen ist uncool!
FALSCH!
Denkst Du wirklich, dass all die coolen Gitarristen „nur“ gerade das können, was Du von ihnen auf der Bühne hörst? Ich hoffe nicht! Hast Du zum Beispiel gewusst, dass einer der Gitarristen der Trasher „Testament“ ein Jazzstudium absolviert hat? Oder dass Victor Smolski, Gitarrist der deutschen ProgMetaller „Rage“ und einer meiner Gitarrenlehrer, klassische Musik studiert hat?
-->
Einfallsreiche Riffs und Solos
spielen zu können ist cool. Und da kann Dir die Musiktheorie helfen!
Vorurteil 2: Musiktheorie ist schwierig!
FALSCH!
Nicht die Musiktheorie selber ist schwierig, sondern das
Vermitteln der Musiktheorie ist schwierig. Eine neue Schülerin hat mir heute ziemlich frustriert erzählt: „Ich habe in einem Musikbuch zwar über Tonleitern gelesen, aber ich habe überhaupt nicht verstanden, wie das alles funktionieren soll und wie ich diese Tonleitern in der Band anwenden kann“ :-( 30' später (noch während der Probelektion) hat sie verstanden, wie die Durtonleiter aufgebaut ist und hat sogar selber einen Fingersatz der Durtonleiter auf dem Griffbrett finden und spielen können :-)
--> Wenn Dir Dein Lehrer nicht ganz einfach und klar zeigen kann, wie diese Tonleitern funktionieren und wie Du verschiedene Tonleitern in der Band zum Komponieren und Solieren verwenden kannst, dann verpasst Du etwas...
Vorurteil 3: Musiktheorie ist etwas für Theoretiker!
FALSCH!
Je mehr Du weisst, umso wertvoller wirst Du in der Band! Musiktheorie steigert Deine
Band-Tauglichkeit
ganz massiv, denn Du kannst beim Songwriting viel mehr Ideen einbringen, kannst schneller zu etwas bestehendem spielen, kannst Übergänge zwischen verschiedenen Songteilen vorschlagen... usw.
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(05.10.2010)
Suchst Du als Gitarrist Deinen eigenen Stil?
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Den eigenen Stil zu finden
heisst auch, die eigene musikalische Identität zu finden oder zu festigen,
eigenständiger und
von anderen Gitarristen unterscheidbarer
zu werden, sich interessanter zu machen,
musikalisch und auch
als Bandmitglied wertvoller
zu werden...
Ich selber habe Jahre gebraucht, bis ich mich stilistisch dahin entwickelt habe, wo ich heute stehe
(www.sultanofstring.com). Und diese „Reise“ ist nie ganz zu Ende, denn es kommen immer wieder neue Einflüsse, die den Stil weiter prägen!
Auf dem Weg zum eigenen Stil werden die meisten von uns von vielen Gitarristen beeinflusst. Bei mir hat das angefangen mit Joe Satriani, Steve Vai, dann George Lynch (Dokken), Marty Friedman (Megadeth) und Jason Becker, dann Yngwie Malmsteen, Uli Jon Roth... Aber auch Einflüsse aus anderen Stilarten sind wichtig, damit Du stilistisch breiter/interessanter wirst. Ich habe zum Beispiel viel Steve Morse (Deep Purple), Shawn Lane oder Greg Howe gehört, oder Musik aus anderen Musikkulturen wie Japanische oder Orientalische Musik... alles hinterlässt seine Spuren und prägt Deinen Stil - Du wirst dadurch als Gitarrist immer interessanter!
Sicher hast Du selber auch schon die Situation erlebt, dass Du an einem Konzert einen „super Gitarristen“ gesehen hast... und dann gedacht hast: „So wie der zu spielen oder Songs zu schreiben, das wäre der Hammer... also ab nach Hause und
üben... aber was genau??...“
Welche Gitarristen haben DICH beeinflusst?
--> Erstelle eine Liste Deiner Top-Gitarristen!
Was ist es denn genau, was es ausmacht, dass Du einen bestimmten Gitarristen so cool findest? Wenn Du das herausfindest, kannst Du seine Stil-Elemente für Dich
anpassen und in Dein Gitarrenspiel einbauen - um damit Deinen persönlichen Stil zu bereichern :-) Also nicht einfach „kopflos kopieren“, sonst wirst Du zu einem Klon - und klingst wie andere Klone!
Ich zeige Dir nun eine (stark vereinfacht dargestellte) Übung, die ich mit meinen Gitarrenschülern mache, um ihnen zu helfen, ihren eigenen Stil zu finden und weiterzuentwickeln. Ich möchte Dich motivieren, diese Übung auch durchzuführen :-)
--> Nimm die
Liste Deiner Top-Gitarristen und führe die Schritte 1-3 für jeden Gitarristen durch!
Schritt 1: Entdeckung -
was ist der Grund, dass ein bestimmter Gitarrist so cool klingt?
Warum empfindest Du diesen Gitarristen als so cool, beeindruckend, wild, kraftvoll, spannend, dreckig...? Sind es seine Grooves, die verwendeten Akkorde, seine Melodien und Solos, sein Ausdruck, seine Spieltechnik... was ist das ausschlaggebende Element, das ihn so
einzigartig macht?
Schritt 2: Analyse -
was macht der Gitarrist da genau?
Analysiere nun die Details, wie der Gitarrist das ausschlaggebende Element verwendet. Was macht er genau, damit das, was er spielt, so stark wirkt? (Wenn Du in Schritt 1 zum Beispiel herausgefunden hast, dass er häufig interssante Akkorde spielt, finde nun heraus, welche Akkorde er denn genau verwendet)
Schritt 3: Anwendung -
das kann ich doch selber auch einsetzen!
Nimm nun die im Schritt 1/2 gefundenen musikalischen Elemente und wende sie selber an!
Beim Solieren, Improvisieren, Komponieren... und baue diese neuen Elemente in Deinen Stil ein!
Wachse und entwickle Deinen Stil immer weiter :-)
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(09.09.2010)
Hast Du wenig Motivation? Ich hatte gar keine mehr!
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Es gab Zeiten, in denen ich zu überhaupt nichts mehr Lust hatte. Auch nicht zum Gitarre spielen. Und schon gar nicht zum üben. Ich hatte einfach die Schnauze voll von allem, was mich in irgendeiner Weise belastete und etwas von mir wollte.
Vor 24 Jahren habe ich aufgehört, Gitarre zu spielen!
Das war eine heisse Zeit... ich schrieb meine eigenen Songs, hatte eine schüne Les Paul und einen Marshall Stack, eine lange Mähne (heute noch ;-) und eine coole Band, ein Album, Konzerte... aber nach ein paar Jahren gab es vemehrt Schwierigkeiten mit den Band Members. Wir wechselten ein paar Mal Musiker aus, aber leider wurde es nicht besser. Wir fanden einfach keinen Weg, die Band wieder richtig zum Laufen zu bringen. Bis ich schliesslich resignierte und die Band schweren Herzens auflöste.
Nachdem ich so viel in meine Band und in mich selber als Gitarrist investiert hatte, war ich frustriert und enttäuscht darüber, dass mein "Baby" nicht mehr richtig laufen wollte. Es war aus. Fertig mit den Träumen von einem nächsten Album, noch besseren Songs, grösseren Konzerten...
Also tat ich das, was viele tun. Ich sagte mir: "So ein Sch... jetzt ist alles verloren, so macht es keinen Sinn mehr und ich habe keine Lust mehr, ich höre auf, fertig mit dem Gitarren-Traum...!"
So, und nun frage ich Dich, was Du mir an meiner Stelle geraten hättest. Du hättest mir gesagt, ich solle weitermachen? Ich solle eine neue Band zusammenstellen? Weiter Songs schreiben und überhaupt... dass ich doch nicht Gitarre für andere spiele, oder von anderen abhängig sei...!!
Genau, das ist es:
Ich spiele doch nicht Gitarre für irgend jemanden sondern für mich selber!
Ich komponiere Songs für mich, ich übe für mich, spiele für mich, freue mich über mich und meine Musik... ich tue das alles für mich, und ich mache es so wie ich es für richtig halte. Weil es mir selber gut tut. Und wenn Kollegen, andere Musiker, Fans... sich über meine Musik freuen, dann ist das schön :-)
Wenn Du also auch mal frustriert bist, keine Motivation mehr zum üben oder Spielen hast, oder Dich sogar fragst, warum Du Dich überhaupt noch mit Musik und Deiner Gitarre beschäftigen sollst...
Stelle Dir die folgenden Fragen und denke darüber nach, was sie für Dich pers�nlich bedeuten. Deine Antworten bewirken, dass Du wieder mehr Sinn siehst und Dein Gitarren-Feuer wieder stark wird!
Kann ich mich an das Gefühl erinnern, als ich meine erste Gitarre gekauft habe?
Warum habe ich damals eigentlich begonnen, Gitarre zu spielen?
Für wen spiele ich Gitarre? Für mich oder für andere?
Wie geht es mir, wenn ich Gitarre spiele?
Freue ich mich über Fortschritte?
Spiele ich gerne Gitarre?
Worauf warte ich?
Seit 18 Jahren spiele ich wieder Gitarre, übe und freue mich über Fortschritte, lehre andere Gitarristen, ihren musikalischen Träumen näher zu kommen, freue mich über die Fortschritte meiner Schüler und vor allem darüber, dass mein inneres Feuer für die Musik und das Gitarre spielen nie erloschen ist.
Ich wünsche mir von Dir, dass Du die Fragen oben beantwortest.
Danke f�r's Zuh�ren.
Dan
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(01.08.2010)
10 Tipps, wie Du ein erfolgreicher Gitarrist wirst
Dan Keller ~-~
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Zweifelst Du manchmal daran, dass Du es auf der Gitarre zu etwas bringen kannst?
Glaubst Du nicht, dass Du einmal auf einer grossen Bühne vor hunderten Menschen spielen
wirst? Oder denkst Du vielleicht sogar, dass Deine Musik niemanden interessiert?
Mit solchen Gedanken bist Du in bester Gesellschaft - leider. Denn obwohl viele Gitarrenschüler nichts dergleichen sagen, so nagt doch im Innern immer wieder der Zweifel: Bin ich talentiert? Bin ich gut genug? Mache ich genügend schnell Fortschritte? Nimmt mich eine gute Band als Bandmitglied auf? Werde ich auf der Bühne überzeugen? Kann ich mit der Gitarre den Erfolg haben, von dem ich träume?
„Yes, You can!“
Das kann ich Dir hier ganz klar sagen!
Es kommt nämlich in erster Linie auf Dich selber an! Das ist doch schon mal eine gute Nachricht :-) Denn Dich selber kannst Du beeinflussen und steuern. Du kannst Dich quasi zum Erfolg hinsteuern...
Klingt das zu einfach, um wahr zu sein? Dann erstelle bitte jetzt eine Liste mit den 3 wichtigsten Kriterien, die erfüllt sein müssen, damit Du Dich als „erfolgreicher Gitarrist“ siehst. Du hast 60 Sekunden Zeit dafür: 1 2 3 ................................................................... 58 59 60
Fertig? OK! Mit grosser Wahrscheinlichkeit werden auf Deiner Liste keine Kriterien zu finden sein, die Du nur mit übermenschlicher Kraft erfüllen kannst. Es werden vielmehr Dinge sein, die Du mit dem nötigen Einsatz und Durchhaltewillen schaffen kannst. Nichts Übermenschliches, nichts Unbezahlbares, nichts Unerreichbares... sondern
Dinge und Fähigkeiten, die Du Dir erarbeiten kannst.
Ich kenne die Kriterien auf Deiner Liste natürlich nicht. Trotzdem zeige ich Dir hier 10 Punkte, die allgemeingültig sind und mit denen Du sicherer an Dein Ziel kommen wirst.
Versuche,
diese 10 Punkte umzusetzen
und darin immer besser zu werden!
-
Positive, konstruktive Haltung
im Denken, im Handeln, in der Zusammenarbeit mit anderen Musikern, mit Fans, Veranstaltern...
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Strukturierte und methodische Arbeitsweise, damit Du die einzelnen Massnahmen zur Erreichung Deiner Ziele besser planen und durchführen kannst
-
Offenheit gegenüber Neuem, damit Du Dich durch neue Ideen, Methoden, Techniken usw. inspirieren lassen kannst
-
Lust am lebenslangen Lernen, damit Du Dich weiterentwickelst, mehr weisst, mehr kannst... und Dich dadurch auf der Gitarre immer mehr verwirklichen wirst
-
Gutes und zuverlässiges Equipment, denn gute Gitarren, Verstärker, Boxen, Effekte, Kabel, Saiten... bringen Dich und Deine Musik einfach besser rüber
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Ein
Lehrer, der sich für Dich als Mensch interessiert, der ein Vorbild ist,
sich für Dich Zeit nimmt
und Dir zeigt, wie Du das erreichen kannst, was Du Dir vorgenommen hast
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Spass beim Spielen, Jammen und Komponieren
mit anderen Musikern, denn wozu sonst lernen wir Gitarre spielen
-
Gesundheit und einen fitten Körper und Geist, damit Deine Musik viel Kraft und Ausdruck hat
-
Hoher Anspruch an die Qualität,
bei allem, was Du machst, sei es beim Üben, beim Spielen oder Komponieren, beim Aufnehmen... versuche stets, Dein Bestes zu geben
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Grosse Intensität
in jedem Ton, den Du spielst, in Deinen Melodien, Riffs und Grooves, in Deinen Songs... damit Du jeden Zuhörer mit Deiner Lebendigkeit und Kraft packst
Das sind 10 extrem wichtige Punkte.
Siehst Du, dass Du diese Punkte alle weitgehend
selber beeinflussen kannst?
Es braucht vor allem Dich!
Und alles braucht seine Zeit, auch der längste Weg beginnt mit einem ersten Schritt. Wenn Du Fragen hast, kannst Du Dich jederzeit bei mir melden
(dan@dankeller.ch).
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„Zuerst solltest Du dies lernen, und dann das,
und wenn Du jenes kannst, machst Du mit dem da weiter...“.
Diese „Weisheit“ mag in einigen Sitationen einen Sinn machen, doch für das Gitarre lernenkann dieses Vorgehen pures Gift sein:
ineffizient, abschreckend, frustrierend...
Ich höre immer wieder, dass Gitarrenschüler (auch fortgeschrittene!) sagen, dass sie erst dann an einem neuen Thema arbeiten wollen, wenn sie das
„vorherige Thema im Griff“ haben. Dadurch
bremsen sie unbewusst ihren Fortschritt
und erhöhen das Risiko, dass sie am Schluss frustriert sind, weil sie wenig erreicht haben.
Ich möchte ein paar Gegenfragen stellen:
-
Ist es wirklich immer nötig, dass das „vorherige Thema“ gut/perfekt sitzt, bevor man ein anderes Thema bearbeiten sollte/darf?
-
Gibt es wirkliche eine „offizielle“ Reihenfolge, die man einhalten muss?
-
Kann man wirklich nur an einem oder wenigen Themen gleichzeitig arbeiten?...
Die Antwort auf diese Fragen lautet fast immer:
Nein! Es gibt nur wenige Situationen (siehe 2.), in denen es wirklich wichtig ist, „eins nach dem anderen“ zu lernen.
1. Wann macht es mehr Sinn,
mehrere Fähigkeiten/Techniken parallel
zu lernen?
Fähigkeiten oder Techniken,
die
voneinander unabhängig sind, sollten parallel (=miteinander, nicht nacheinander) gelernt und weiterentwickelt werden. Dadurch sparst Du Zeit und hast mehr Spass, weil der ganze Lernprozess viel abwechslungsreicher ist. Es ist in diesem Fall also weder nötig noch klug, erst dann mit dem nächsten unabhängigen Thema weiterzumachen, wenn Du das vorherige perfekt kannst (ein häufiger Denkfehler!).
Zum Beispiel ist es sinnvoll, mit dem
Improvisieren zu beginnen, auch wenn Du noch gar keine Tonleitern spielen kann! Warum? Weil improvisieren nichts mit Tonleitern zu tun haben muss. Du kannst auch mit einzelnen Tönen oder Rhythmusmustern improvisieren. Und es ist eine gute Idee, schon früh eigene Songs zu schreiben
(komponieren), auch wenn Du erst ein paar einfache Akkorde spielen kannst.
2. Wann macht es wirklich Sinn,
„eins nach dem anderen“ zu lernen?
Wenn eine bestimmte Fähigkeit oder Spieltechnik
auf einer anderen Fähigkeit/Spieltechnik basiert, dann ist die richtige Reihenfolge wichtig. Ein paar Beispiele:
-
Akkordfolge eines Songs nach Gehör herausfinden
basiert auf: Intervalle nach Gehör erkennen
-
Bending (Saitenziehen) spielen
basiert auf: Vibrato Technik verstehen (Mechanik) und spielen
-
Sweeping Technik anwenden können
basiert auf: Picking Technik anwenden
-
Barré Akkorde verstehen
basiert auf:
Grundakkorde verstehen
Siehst Du das Prinzip? Immer dann, wenn Du eine nächste (komplexere) Fähigkeit oder Technik lernen willst, solltest Du die dafür notwendigen Basis-Fähigkeiten/Techniken genügend im Griff haben.
In einem solchen Fall ist es also wichtig, „eins nach dem anderen“ zu machen!
Du solltest in der Lage sein zu erkennen, ob eine Fähigkeit/Technik unabhängig von anderen ist, damit Du
möglichst viele voneinander unabhängige Fähigkeiten/Techniken parallel lernen kannst. Frag sonst Deinen Gitarrenlehrer, dass er Dir zeigt, welche Fähigkeiten und Techniken Du unbedingt parallel (von Anfang an und gleichzeitig) lernen solltest.
Ich hoffe, dass Du in Deiner Gitarristenkarriere nicht "in Schönheit" (als unerfüllter Perfektionist) sterben wirst, sondern Dich gleichzeitig in vielen verschiedenen Bereichen weiterentwickelst.
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(04.05.2010)
Häufige Fehler, die Gitarristen ohne Unterricht beim Üben und Spielen machen
Dan Keller ~-~
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Wenn Du nicht mehr in den Gitarrenunterricht gehst oder noch gar keinen Gitarrenlehrer hast, ist das Risiko gross, dass Du auf bestimmte Dinge nicht (mehr) genügend achtest und nicht merkst, was Du verbessern könntest und solltest. Und dadurch falsche Dinge übst – oder falsch übst.
Hier eine Liste von möglichen Fehlern, die häufig gemacht werden, wenn jemand noch keinen Gitarrenlehrer hat, oder eine Unterrichtspause macht. Ich selber habe als Teenager, bevor ich richtig Unterricht genommen habe, viele dieser Fehler auch gemacht. Erst später habe ich diese Themen sehr intensiv studiert und dann konsequent angewendet. Und Du kannst mir glauben, es hat sich gelohnt!
Ich hoffe, dass Du die folgenden Fehler nicht machst:
Fehler #1: Nicht auf das Plektrum und die Pickingbewegung achten – irgendwie picken
Verwende ein hartes Plektrum (mindestens 1mm), halte das Plektrum genug stark (jedoch nicht verkrampfen), mach beim Picken
kleine, schnelle Bewegungen („zackig“)
--> so entsteht mehr Sound!
Fehler #2: Nicht auf die Handhaltung und Fingerhaltung achten – irgendwie drücken
Angenommen, Du bist Rechtshänder:
Halte den
Handballen der rechten Hand immer
auf oder über dem Steg (Eisen), und wenn Du abgedämpft spielen willst, drück einfach den Handballen auf die Saiten.
Halte beim Begleiten / Riff spielen den Mittelfinger, Ringfinger und Kleinfinger der rechten Hand locker und offen (leicht gestreckt).
Fehler #3: Dich nicht um den Sound (Druck) kümmern – zu lahm spielen
Versuch, durch intensiveres Picken und besseres Dämpfen (siehe oben) einen stärkeren Sound hinzubekommen, damit das, was Du spielst,
kraftvoller und druckvoller wird.
Fehler #4: Nicht auf das Dämpfen der Saiten achten – Nebengeräusche ignorieren
Übe das Dämpfen der Saiten, achte darauf, dass Du
unverwendete Saiten immer dämpfst, und zwar beim Powerchord spielen sowie beim Picken von einzelnen Tönen und Melodien.
-->
Hier findest Du eine gute
Checkliste zum Thema "Saiten dämpfen".
Fehler #5: Dich beim Üben nicht genügend beobachten – nicht effektiv üben
Schau ab und zu genau hin, wenn Du übst: Wie bewegen sich Deine Hände und Finger, welche Bewegungen macht Dein Plektrum...
Hör genau hin: Spielst du präzis im Takt? Klingen alle Töne sauber und möglichst gleich laut?...
Fehler #6: Planlos üben – gar nicht wissen, was üben
Überleg Dir, was Du als nächstes lernen möchtest, mach Dir einen sinnvollen
Übungsplan, zum Beispiel für einen Monat oder (wenn Du fast jeden Tag übst) für eine Woche, übe gemäss Deinem Übungsplan!
Fehler #7: nichts Neues mehr lernen - stehenbleiben
Perfektioniere das, was Du bereits ziemlich gut kannst und was für Deine musikalischen Ziele wichtig ist, und
lerne Neues dazu! Wie zum Beispiel Fingersätze für neue Tonleitern (damit Du auf dem ganzen Griffbrett spielen kannst), Gehörbildung (damit Du Intervalle und Akkorde schneller erkennst und damit Songs einfacher heraushören kannst)... denn
Stillstand ist Rückschritt!
Denk daran: Wenn Du keinen Gitarrenlehrer (mehr) hast, dann gibt es wahrscheinlich niemanden, der regelmässig genau hinschaut und hinhört, wie Du spielst. Ohne Gitarrenlehrer kannst nur
Du alleine neue und alte Fehler sowie Verbesserungsmöglichkeiten zu entdecken.
Übrigens: Meine Online-Schüler senden mir regelmässig Audio und/oder Videoaufnahmen, damit ich ganz genau sehe, woran wir noch detaillierter arbeiten müssen und ich die Übungen und Aufgaben entsprechend anpassen kann.
Mehr Tipps & Tricks von mir zum Thema „Gitarre lernen und verbessern“ findest du
hier.
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(06.04.2010)
Die richtigen Übungen... und die richtigen Übungsmethoden
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Gehörst Du zu den Gitarristen, die wenig Zeit zum Üben haben?
Dann solltest Du weiterlesen und noch mehr aus Deiner Übungszeit machen!
Die richtigen Übungen...
Nicht alle Übungen sind gleich wichtig. Daher solltest Du erst mal Deine (zu) vielen Übungen reduzieren:
-
Gehe dazu Deine Übungen durch und ordne jede Übung einem Hauptthema zu: Akkorde, Arpeggios, Sweeping, Tonleitern, Sequenzen, Vibrato, Sliding, Bending, Legato, Tapping, Songs, Licks & Solo, Rhythm & Groove, Improvisation, Songwriting, Harmonielehre, Gehör... (Evtl. hast Du noch nicht zu allen Themen Übungen, das macht nichts)
-
Entscheide
dann pro Thema, welche Übungen für Dich im Moment besonders wichtig sind*) (das hängt von Deinen aktuellen Zielen/Schwächen ab). Es sollte möglichst kein Thema fehlen, das für die Erreichung Deiner nächsten Ziele wichtig ist. Du solltest am Schluss etwa 10-20 einzelne Übungen auf Deinem Übungsplan haben.
-
Halte Deinen Übungsplan für mindestens 4 Wochen konsequent ein, und Du wirst feststellen, dass Du viel effizienter geübt hast und (das Wichtigste) mehr Fortschritte als erwartet gemacht hast :-)
*) Wie ich schon oft erwähnt habe ist das eine meiner Hauptaufgaben als Gitarrenlehrer: Für meine Schüler einen möglichst optimalen Übungsplan zusammenstellen. Damit nichts Überflüssiges darin enthalten ist und der Schüler an den wirklich wichtigen Themen arbeitet, welche für die Erreichung seiner nächsten Ziele wichtig sind.
Siehe auch die 7 Kriterien bei der Suche nach einem Gitarrenlehrer:
http://www.guitarschoolofmusic.com/Attachments/Methoden_~_Checkliste_Gitarrenlehrer.pdf
...und die richtigen Übungsmethoden!
Dasselbe Lick zum 138. Mal zu spielen und dabei festzustellen, dass es immer noch nicht klappt, bringt Dich überhaupt nicht weiter! Und so zu üben verschwendet viel wertvolle Übungszeit! Was Du benötigst sind wirkungsvolle Übungsmethoden! Ich zeige Dir heute eine wirkungsvolle Übungsmethode, die mir als Beispiel persönlich vor vielen Jahren sehr geholfen hat, in das Thema
„Shredding“ einzusteigen, also dem extrem schnellen Picken von Tonleitern/Melodien. Mein Maximum liegt bei 700 Noten/Minute, d.h. 11.7 Anschläge pro Sekunde (das sage ich nicht um zu blöffen, sondern um zu zeigen, was möglich ist :-)
http://www.guitarschoolofmusic.com/audio/Dan/Dan_Keller_-_700_Picks_pro_Minute.mp3
Die extrem wirkungsvolle Methode, die ich Dir jetzt zeige, nenne ich
"Touchscreen-Picking".
Angenommen Du möchtest eine Tonleiter oder ein Picking-Lick üben. Der Trick dabei ist, dass Du erstens mit der linken Hand die Saiten nicht ganz runterdrückst, sondern die Saiten nur berührst! Und zweitens darauf achtest, dass Du die Saiten nicht langsam, sondern so zackig wie möglich berührst. Die Saite jedoch nicht bis auf die Bundstäbchen herunterhämmern/drücken! Das braucht zu Beginn etwas Übung!
Alles andere bleibt sich gleich. Das heisst: Du pickst mit der rechten Hand die Töne ganz normal. Vorsicht: Nicht zu schwach picken, nur weil Du mit der linken Hand die Saiten schwach drückst! Beim Picken hörst Du natürlich nur ein Plopp-Geräusch statt eines klingenden Tons. Dadurch kannst Du jedoch auch die Rhythmik der Töne sehr gut kontrollieren.
Du brauchst vermutlich einige Tage oder Wochen, bis die "Touchscreen-Picking" Technik gut klappt und Du damit schnelle Läufe und Licks spielen kannst. Aber ich verspreche Dir, der Aufwand lohnt sich! Mit dieser Übungstechnik kannst Du künftig alle Übungen zusätzlich üben. Du wirst feststellen, dass Du plötzlich viel lockerer spielen kannst. Und weil Du Deine Finger lockerer bewegen kannst, kannst Du sie schneller bewegen und dadurch schneller spielen!
Hier der Link auf die Page mit einer detaillierten Beschreibung dieser Touchscreen Technik, mit der Du das lockere Spielen mit der linken Hand verbessern kannst. Das ist seit Jahren eine meiner Top-10
Übungen!
http://www.guitarschoolofmusic.com/Articles.aspx
Übe von jetzt an gut organisiert und methodisch... das bringt Dich weiter :-)
Mehr Tipps von mir kannst Du Dir hier holen:
http://www.guitarschoolofmusic.com/subscribe_email.aspx
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(10.03.2010)
3 Schritte, um Deine grössten Ziele auf der Gitarre sicherer und schneller zu erreichen
Dan Keller ~-~
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Mit der Zeit häuft sich das Übungsmaterial aus dem Internet, aus dem Unterricht, von den Kollegen und aus den verschiedenen Gitarrenforen, Portalen usw. Es fällt Dir immer schwerer, für Dich selber aus dem Berg an Material einen sinnvollen Übungsplan zusammenzustellen.
Das IST ein Problem! Und Du MUSST es lösen! Sonst
verplemperst Du viel Zeit mit Üben ohne Wirkung. Mir ist es früher ebenso ergangen. Bis ich gelernt habe, mir konkrete Ziele zu setzen, das richtige Lernmaterial auszuwählen, meinen Übungsplan zu erstellen und konsequent mit diesem Plan zu üben.
Ich zeige Dir, wie Du das Problem lösen
und einen optimalen Übungsplan erstellen
kannst, um
regelmässig die grösstmöglichen Fortschritte zu machen! Wenn Du Deine Übungszeit planst, organisierst und strukturierst (das solltest Du wirklich tun, wenn Du gute Fortschritte machen willst!), dann beachte bitte diese Punkte. Dieses Vorgehen hat sich bewährt.
1. Was will ich in 3-6 Monaten erreicht haben?
Setze Dir 3 Ziele, die Du in den nächsten 3-6 Monaten erreichen willst und kannst! Die Ziele sollen eine Herausforderung sein (nicht allzu leicht), jedoch musst Du daran glauben, dass Du sie erreichen kannst.
Du weisst nicht, welche Ziele Du Dir setzen könntest? Okay, dann stell Dir doch mal einfach die Frage:
„Was will ich am <Datum von heute plus 3 Monate> konkret können, was ich heute noch nicht kann?“
--> Notiere Deine 3 Ziele auf einem Blatt Papier (nicht nur im Kopf vorstellen, sondern aufschreiben). Beispiele: a) „Ich will auf dem ganzen Griffbrett mit der Bluestonleiter improvisieren“, b) „Ich will den Song XY sauber begleiten“, c) „Ich will die Top-10 String Skipping Licks von Paul Gilbert spielen“...
2. Was braucht es dazu? Und in welcher Reihenfolge?
Jetzt kommt der schwierigste Teil: Du erstellst einen Übungsplan! Überlege Dir für jedes Ziel einzeln: „Was muss ich alles üben und lernen, um dieses Ziel zu erreichen“? Welche einzelnen
Fähigkeiten und Kenntnisse sind notwendig? Was fehlt? Und in welcher
Reihenfolge musst Du diese Lücken füllen?
--> Notiere Dir nun zu jedem Ziel nötigen Teilschritte, und zwar in der besten (sinnvollsten) Reihenfolge. Beispiel (zu Beispiel a): „Dazu muss ich (1.) die Fingersätze der Bluestonleiter auswendig lernen, (2.) wissen, wohin ich die einzelnen Fingersätze auf dem Griffbrett verschieben muss, damit ich die richtigen Töne spiele; ich muss also die wichtigsten Töne auf dem Griffbrett kennen, (3.) die Bluestonleiter zu unterschiedlichen Jamtracks rhythmisch sicher spielen können und (4.) mit der Bluestonleiter in allen Fingersätzen interessant improvisieren können“
Dieser Teil ist aus meiner Erfahrung der schwierigste. Es braucht einige Übung um zu erkennen, was für das Erreichen des Ziels notwendig ist, und in welcher Reihenfolge diese neuen Fähigkeiten und Kenntnisse am besten gelernt oder geübt werden. Ich erstelle für alle meine Schüler aufgrund ihrer Ziele einen Plan, damit jeder Schüler seine Ziele erreichen kann.
Diese Planung ist eine der wichtigsten Aufgaben eines guten Gitarrenlehrers, der den Schüler ernst nimmt und wirklich weiterbringen will! Je früher Du selber damit beginnst, und je häufiger Du einen Plan erstellst und anpasst, desto einfacher wird es. Du musst jedoch einmal damit beginnen - jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür :)
3. Ich WILL
!
Du hast Deinen Plan erstellt und in Betrieb genommen? Gut!! Jetzt heisst es: Mit aller
Motivation („Ich erreiche mein Ziel“) und
Kraft („Ich gebe nicht auf“) dran bleiben!
Falls Du Schwierigkeiten hast, selber einen Plan für die Erreichung Deiner Ziele zu erstellen, suche einen guten Gitarrenlehrer, erkläre ihm Deine Ziele und lass ihn für Dich einen Plan erstellen.
In meinem Artikel „Machst Du auf der Gitarre wenig Fortschritte?“ findest Du eine Checkliste für optimales Üben (=“Trainieren“). Sie hilft Dir, mehr aus Deiner Übungszeit herauszuholen.
Klare Ziele setzen --> eine Planung für die sichere Erreichung dieser Ziele erstellen --> dran bleiben... So kannst auch Du der Gitarrist werden, von dem Du immer geträumt hast :-)
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(01.02.2010)
Hör auf zu denken – und Du schreibst mit der Gitarre interessantere Songs!
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Beim Komponieren von Songs und Gitarrensolos denken wir viel. Und je mehr Kenntnisse der Musiktheorie wir haben, desto mehr Dinge haben wir, über die wir beim Komponieren nachdenken können. Darum: Stoppe zwischendurch diesen Denkprozess und lass Deiner wahren Kreativität freien Lauf!
Wie das funktionieren soll?
Ich beschreibe Dir gleich zwei Methoden, mit denen Du Deine Kreativität aus der Reserve locken kannst. Spiel bei allen Methoden einfach drauflos, was gerade so kommt, Ton um Ton... und mach das jeweils mindestens für ein paar Minuten. Am Anfang hast Du möglicherweise wenig Ideen, aber spiel einfach immer weiter. Danach kommt häufig eine Phase, wo es langweilig wird (weil Du immer wieder dasselbe spielst), und spätestens nach 2-3 Minuten (wenn Du Dich zwingst, wirklich ununterbrochen einfach OHNE NACHZUDENKEN IRGEND-ETWAS zu spielen)
kommen die ersten wirklich kreativien Ideen, dann wird es erst richtig interessant. Spiel weiter und Du wirst Melodien spielen, die Du noch nie so gespielt hast :-)
Ein Tipp, bevor Du gleich loslegst: Nimm alles auf, was Du während diesen Übungen spielst! Denn Du solltest Dir nachher alles anhören. Gewisse Teile sind kompletter Schrott, andere Teilen sind „Goldadern“. Darin kannst Du immer wieder ganz coole Melodieteile entdecken, die Du zum Beispiel in einem Song oder Solo verwenden könntest. Also: Nimm alles auf! An diese Melodien kannst Du Dich später sonst nicht mehr erinnern – und das wäre doch schade!
#1 Etwas für Verrückte: Suche sinnlose, unmögliche, gnadenlose... Melodien
Spiel die leere E-Saite und lass sie ausklingen. (Schlage sie zwischendurch immer wieder mal an, denn sie ist die Basis für unsere verrückten Melodien, die wir gleich finden werden!) Dann starte auf irgend einer der höheren Saiten in irgend einem Bund mit ein paar ersten Tönen, ohne dabei eine Tonleiter oder einen Fingersatz im Kopf zu haben. Spiel einfach weiter, und spiel vor allem so, wie Du sonst nie spielst! Spiel Melodien und Rhythmen, die Du sonst nie so spielst. Spiel wie ein Verrückter...
#2 Etwas für Träumer: Spiele einfach vor Dich hin
Du solltest an einem ruhigen Ort und ungestört sein. Schliess die Augen, schalte Deinen Geist ganz ab (Mein Trick: „Schaue“ mit Deinen geschlossen Augen von Innen auf die Stelle genau zwischen Deinen Augen!), atme langsam und tief, denk an nichts... schlage dann die tiefe E-Saite ein paar Mal an und lass sie lange ausklingen. Schlage sie ab und zu immer wieder an und spiele dabei einfach vor Dich hin... langsame Töne, kurze Melodien, die Dir einfach „einfallen“. Die tiefe E-Saite hilft, dass Deine Melodien einen Boden (Grundton) haben und die Töne richtig stimmungsvoll werden. Halte die Töne lange aus und fühle bei jedem Ton die unterschiedliche Spannung die entsteht, wenn dazu die tiefe E-Saite klingt.
Ich hoffe, das Experiment war für Dich interessant und Du hast viele spannende Melodien entdeckt :-) Nicht dass Du mich falsch verstehst: Kenntnisse aus der Musiktheorie
sind zum Komponieren sehr(!) hilfreich. Und manchmal kommen wir auch gerade mithilfe der Musiktheorie auf ganz interessante Ideen und „Lösungen“ beim Komponieren. Es ist nur so, dass wir oftmals freier und kreativer komponieren können, wenn wir uns nicht mit theoretischen Dingen herumschlagen, um zum Beispiel den ultimativen Refrain zu finden ;-)
Und ebenso kann unsere über Jahre gewachsene
Sammlung an Licks, Riffs, Akkorden, Tonleitern
usw. mit Sicherheit bem Komponieren hilfreich sein. Aber auch hier gilt: Es kommen manchmal ganz unerwartete, viel coolere Resultate (Improvisationen, Solos, Songs,...) dabei raus, wenn wir gar nicht an bestimmte Licks, Riffs, Akkorde und Tonleitern denken, sondern einfach mal spielen... und dann hören, was passiert.
Das Abschalten des Kopfs kann ganz unerwartete Musik aus Deinem Innern hervorzaubern.
Let it happen!
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(10.01.2010)
Du arbeitest an Deiner Spieltechnik
und spielst trotzdem schlechter!
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Während Gitarristen an ihrer Spieltechnik arbeiten kommt es häufig vor, dass sie glauben, sie spielen schlechter als vorher. Das ist nicht ungewöhnlich und gehört zum „Weg“ eines jeden Gitarristen...
Ich bin sicher, die folgende Geschichte kommt Dir bekannt vor:
- Du bist mit Deiner Spieltechnik nicht zufrieden. Nehmen wir als konkretes Beispiel die Pickingtechnik.
- Du suchst Dir irgendwo Hilfe, um Deine Spieltechnik zu verbessern, und beginnst zu üben...
- Du merkst schon bald eine Veränderung in Deinem Gitarrenspiel – jedoch keine positive!
- Du spielst schlechter also vorher!! Du kannst plötzlich nicht mehr so schnell spielen, Du triffst die Saiten nicht mehr so gut wie vorher, rhythmisch spielst Du nicht mehr ganz präzis...
Jetzt hast Du grundsätzlich zwei Möglichkeiten:
Entweder (1): Du beendest das Verbesserungsprogramm sofort und rettest, was zu retten ist: Zurück zur alten Spieltechnik, wo noch alles so gut geklappt hat...
Oder (2): Du gibst nicht auf und glaubst daran, dass sich diese „Investition“ in Deine Spieltechnik schliesslich doch lohnen wird.
Wenn Du den Ausweg (1) wählst, hast Du zwei Punkte gleichzeitig verloren, denn erstens hast Du bisher eingesetzte Übungszeit verschwendet und zweitens ist Deine Spieltechnik immer noch nicht besser als vorher.
Wählst Du hingegen den Weg (2), dann wirst Du feststellen, dass sich diese Investition bereits nach ein paar Wochen lohnt. Dann wirst Du feststellen, dass Du bereit bist für einen nächsten grossen Schritt! Und Du wirst den (Fort-)Schritt sicher machen. Jedoch nur, wenn Du durchhältst und dran bleibst!! Du wirst schneller, sauberer, rhythmisch präziser, mit mehr Power... spielen als vorher :)
~-~
Ich kann diese Geschichte sehr gut nachvollziehen, weil ich sie vor vielen Jahren selber so erlebt habe. Damals wollte ich meine Pickingtechnik massiv verbessern. Also habe ich mir zuerst mal einen Top-Gitarristen gesucht (er war mit dem Racer-X Gitarristen zusammen am GIT). Danach haben wir meine Pickingtechnik ziemlich radikal umgestellt (Handhaltung, Plektrumhaltung, Pickingbewegung). Und innerhalb weniger Wochen fühlte sich die neue Spieltechnik wieder natürlich an. Und ich konnte dank der verbesserten Hand- und Plektrumhaltung weitere Fortschritte machen. Und genauso erlebe ich es bei meinen Schülern: Wer daran glaubt und dran bleibt, erreicht sein Ziel :)
~-~
Die folgenden Punkte solltest Du beachten, wenn auch Du sicher ans Ziel kommen willst:
(a) Spiel möglichst konsequent nur noch mit der neuen, verbesserten Spieltechnik
Dazu empfehle ich Dir, einen Spiegel aufzustellen, damit Du Dich beim Üben sehen kannst. Mindestens Deine beiden Hände solltest Du gleichzeitig im Spiegel sehen können. Kontrollieren Dich immer und immer wieder beim Spielen und achte auf alle Details, auf die Haltung und auf die Spannungen im Körper, auf die Lockerheit der Finger, den Klang usw.
(b) Wähle für die Umstellung eine Zeit mit wenig Bandproben und Konzerten
Jede Bandprobe und jedes Konzert zwingt Dich, in der alten Spieltechnik zu spielen, weil Du noch nicht alle Songs/Teile mit der neuen Spieltechnik spielen kannst. Je häufiger Du noch in der alten (schlechteren) Spieltechnik spielst, desto länger ist der Weg. Ich habe damals mein eigenes „Verbesserungsprogramm“ direkt vor den Ferien begonnen, und während mehreren Wochen konsequent in der neuen Spieltechnik gespielt.
(c) Stell ein kurzes Übungsprogramm zusammen, um die neue Spieltechnik zu festigen
Nimm ein paar Basisübungen und eine Etüde (oder einen einfachen Song), um die veränderte Spieltechnik zu festigen, bevor Du alle Deine anderen Übungen und Songs wieder intensiv spielst.
Jede Umstellung der Technik benötigt ihre Zeit. Gib Dir die Zeit und freu Dich über Deine Fortschritte.
Wenn auch Du Deine Spieltechnik verbessern möchtest, um schneller, genauer und mit mehr Power zu spielen, melde Dich einfach bei mir (dan@dankeller.ch). Ich kann Dir zeigen, wie Du Dein Ziel, ein noch besserer Gitarrist zu werden, sicher erreichen kannst.
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(05.12.2009)
7 Wege aus dem Frust
Dan Keller ~-~
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Etwas, das jeder Gitarrist kennt und immer wieder kennenlernt: Frust
An sich nichts Schlimmes. Und es lässt sich auch kaum vermeiden, dass wir ab und zu frustriert sind über zuwenig Können, zuwenig Talent, zuwenig Geld, zuwenig Zeit, zuwenig Konzerte, zuwenig... oder nicht wissen, was du üben sollst, wie du optimal üben könntest, kein Fortschritt sichtbar ist... usw.
„Das ist ein Problem!“, sagen wir dann gerne.
Jedoch nicht der Frust an sich, sondern unser Umgang mit dem Frust ist das Problem! Wichtig ist, dass wir uns in Frust-Situationen nicht einfach von den negativen Gedanken treiben und runterziehen lassen, sondern die Situation auf positive Wege umleiten. Hier sind meine „7 Wege aus dem Frust“. Sie können Dir in frustrierenden Situationen helfen, wieder aufzustehen und weiterzumachen :-)
7 Wege aus dem Frust
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1.
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Aus jeder negativen Situation gibt es einen Ausweg. Das weiss zwar jeder von uns, nur verhalten wir uns nicht immer so. Mit negativen Gedanken tun wir uns keinen Gefallen, und es wird dadurch immer schwieriger, die Situation zu verbessern.
Glaube fest daran, dass Du die negative Situation und den Frust überwinden kannst und wirst. |
2.
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Manchmal ist es besser, das Störende - zumindest vorübergehend - einfach ruhen zu lassen, und sich nicht endlos mit Fragen zu beschäftigen, warum die Situation jetzt so ist, oder warum etwas passiert ist. Mach Deinen Kopf frei für Veränderungen! |
3.
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Schau nach vorne und richte Deinen Blick auf Ziele und Lösungen, anstatt über das, was passiert ist, zu jammern. Erinnere Dich: Welches war (und ist sicher immer noch!) Dein Ziel, das Du erreichen willst? Erinnere Dich ganz genau: Wie hast Du Dich damals gefühlt, als Du Dir dieses Ziel vorgenommen hast? Du wolltest es unbedingt erreichen, und alles in Bewegung setzen, was dazu nötig ist! Und genau dieses Ziel liegt immer noch vor Dir, und Du kannst es erreichen. Aber nur dann, wenn Du nach vorne schaust! |
4.
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Spiel nicht das Opfer!
Was sagst Du, Du bist nicht schuld an Deiner Situation? Freunde, Familie, Nachbarn, Staat... alle beeinflussen und steuern Dein Leben? Du kannst nicht viel dagegen tun? Wirklich? Du hast einen eigenen Willen und könntest (wenn Du genau darüber nachdenkst) die meisten Schritte in Deinem Leben entscheiden, und Du könntest vieles, was Dich stört, ändern. Aber Du tust es oft nicht, sondern siehst Dich lieber als Opfer. Das ist viel einfacher - aber hilft Dir überhaupt nicht weiter! |
5.
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Du und nur Du allein bist für Dein Leben verantwortlich. Übernimm die Verantwortung für Dein Leben und entscheide die wichtigen Schritte, um die Situation zu verbessern und Dich wieder auf den Weg zu bringen, damit Du Deine Ziele erreichen kannst! |
6.
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Analysiere genau, wer Deine hilfreichen Freunde sind und welche Familienmitglieder Dich auf Deinem Weg unterstützen. Suche den Kontakt zu motivierenden Menschen, diese geben Dir Kraft.
Halte negativ gesinnte und negativ denkende Menschen auf Distanz - sie nehmen Dir Kraft. |
7.
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Plane die Zukunft konkret
und beantworte für Dich auf einem Blatt Papier diese Fragen:
- Was genau willst Du erreichen?
- Warum willst Du das erreichen?
- Bis wann willst Du das erreicht haben?
- Was ist notwendig, damit Du es erreichen kannst?
- Was ist der nächste ganz konkrete Schritt, den Du dazu machen musst?
--> Mach diesen Schritt - jetzt! - und plane danach den nächsten Schritt... |
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(09.11.2009)
Die 5 wichtigsten Punkte für ein Professionelles Vibrato
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Vibrato ist nebst dem normalen Picking die wichtigste Spieltechnik, damit Deine Solos Power haben und professionell klingen.
Ich zeige Dir in meinem Video ganz detailliert, wie Du ein gutes Vibrato entwickeln kannst, oder Deine Vibrato-Technik weiter verbessern kannst!
Schau Dir das Video an: „Lerne Vibrato - verbessere Dein Vibrato!“
Das Video sagt mehr als 1000 Worte. Trotzdem habe ich für Dich die wichtigsten Punkte zusammengefasst.
Checkliste Vibrato |
1.
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Das Zeigefinger-Gelenk, das den Zeigefinger mit der Hand verbindet, liegt an der Kante des Gitarrenhalses und bildet den Drehpunkt für die Rotation aus dem Handgelenk/Arm.
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2.
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Der Daumen drückt auf der Gegenseite des Zeigefingers seitlich an den Gitarrenhals (wie eine “Klemme”) und ermöglicht so, dass die Bewegung aus der Hand auch wirklich bis auf die Saiten wirkt. Nur dann wird das Vibrato gut hörbar sein. Sonst wird das Ganze eine “Wackelbewegung”, die fast nichts Hörbares bewirkt.
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3.
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Alle Finger, die keine Saite drücken, sind steif und drücken (als Unterstützung) seitlich leicht gegen denjenigen Finger, der die Saite drückt/vibriert.
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4.
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Die Bewegung der Tonhöhe soll regelmässig (wie eine Sinuskurve) sein, und nicht ruckartig wie eine Zick-zack Kurve
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5.
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Saiten dämpfen ist essentiell! Sonst wird der Vibrato-Ton durch aufschwingende Leersaiten und andere Störgeräusche abgewürgt.
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Tipp: Oft ist es schöner, wenn das Vibrato nicht sofort beginnt, nachdem Du den Ton angeschlagen hast. --> Lass daher den Ton einen Moment stehen, bevor Du mit dem Vibrieren beginnst!
Schau Dir das Video an: „Lerne Vibrato - verbessere Dein Vibrato!“
Übrigens dauert es einige Jahre, bis Dein Vibrato so ist, dass Du damit zufrieden bist ;-)
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(21.10.2009)
Findest du deine Gitarrensoli manchmal langweilig?
Dan Keller ~-~
www.guitarschoolofmusic.com ~-~
www.schoolofmusic.ch
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Da bist Du nicht alleine. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Gitarristen ihre Solos zuerst ziemlich langweilig finden... und dann hart daran arbeiten, damit das Solo doch noch ein Kracher wird :-) Möglicherweise ist Dir in solchen Fällen jedoch gar nicht klar, wie Du Dein Solo verbessern könntest?!
Ich zeige Dir hier eine sehr einfache Methode (von vielen), die sich gut bewährt hat und die Du ohne besondere Kenntnisse sofort umsetzen kannst! Der erste Schritt besteht darin, dass Dir überhaupt klar wird, aus welchen Elementen Dein Solo besteht (weiter unten findest Du einige Beispiele von wichtigen Elementen eines Solos). Erst dann kannst Du beginnen, Dir über Verbesserungs-möglichkeiten dieser Elemente den Kopf zu zerbrechen.
Verbessere Dein Solo Schritt für Schritt:
Nimm ein bestimmtes Solo von Dir oder von Deinem "Guitar Hero" und durchlaufe die folgenden Schritte:
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1.
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Schreib auf, aus welchen Elementen Dein Solo besteht. Was kommt im Solo vor?
--> Liste der Elemente (unten findest Du eine Liste mit Beispielen)
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2.
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Hör Dir das Solo noch einmal genau an und ergänze Deine Liste um weitere Elemente, die Du im Solo entdeckt hast
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3.
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Hör Dir das Solo ein weiteres Mal an und überleg Dir diesmal: Welches sind die besten Passagen im Solo, und aus welchen Elementen bestehen sie? Wieso klingt diese Solo-Passage so gut? (Das geile Vibrato? Oder die coole Melodie, die so perfekt zum Akkord passt? Oder die besondere Rhythmik? Oder was ist es...?)
--> Schreib auf, welches die starken Elemente (Highlights) des Solos
sind.
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4.
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Hör Dir das Solo noch einmal an und überleg, wie du diese Stärken
(zum Beispiel: Vibrato, Emotion, Rhythmik,...) auf schwächere Passagen des Solos übertragen und diese schwachen Passagen dadurch verbessern könntest. (Zum Beispiel ein zittriges Vibrato stärker und schwungvoller spielen. Oder in einer langweiligen Melodie die Töne des momentanen Akkords mehr hervorheben. Oder die lasche Rhythmik präziser spielen. Oder...)
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5.
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Überarbeite Dein Solo, übe die neuen Teile und nimm das Solo dann nochmals auf.
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Besser? ... Gut gemacht, gratuliere!! :-)
Hier als Idee eine Liste von Elementen, die Du möglicherweise in Deinem Solo verwendest, oder verwenden könntest:
| Thema |
Elemente |
| Spieltechnik |
Vibrato, Bending, Slides, Hammer On, Pull Off, Tapping, Sweeping... |
| Tonleiter |
Normale Stufentonleiter (Ionisch, Dorisch etc.), Pentatonik, Harmonisch Moll, Exotische Tonleitern (zum Beispiel eine coole Japanische Pentatonik)... |
| Melodie |
Richtung(swechsel), Sprünge, Sequenzen, Muster, Wiederholungen, Chromatisch, ein-/mehrstimmig... |
| Rhythmik |
Notenlängen (gleiche, unterschiedliche), Triolen, Pausen, Synkopen... |
| Klang |
Pickup (Bridge, Neck), Amp-Kanal (Clean, Crunch, Lead), Effekte (Distortion, Wah)... |
| Dynamik |
Lautstärkeunterschiede, Dämpfen (gedämpfte und ausklingende Töne)... |
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OK, jetzt nimm eines Deiner Soli und entdecke, was Du noch zusätzlich herausholen kannst!
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